Geld war noch nie ein Passivum!

Es gibt Irrtümer, die lassen sich anscheinend nicht ausrotten, weil sie entweder dem Anschein nach plausibel sind, oder für irgendwelchen windigen Polit-Aktivismus benötigt werden. Konkret geht es hier um die Frage, ob von der Zentralbank emittierte Banknoten nun für diese ein Aktivum sind oder nicht. Diese Frage ist deswegen so komplett mit Fallstricken gepflastert, weil das ‚corpus delicti‘, also die Banknoten oder Bargeld in der Jahresbilanz einer Zentralbank nicht auftaucht und damit das Feld der Spekulationen und Mutmaßungen aufs beste vorbereitet ist. Nun habe ich ja in dem Post

felix qui potuit rerum cognoscere causas

ausgeführt, daß Bargeld auch für die Zentralbank ein Aktivum ist, weil sie nur durch die Übergabe eines Aktivums die üblicherweise von den Geschäftsbanken gestellten Bargeldanforderungen begleichen kann. Daß Bargeld überhaupt in der Bilanzbuchhaltung auftauchen kann wird dadurch erreicht, indem von dem exklusiven Vorrecht einer Zentralbank Gebrauch gemacht wird, Banknoten emittieren bzw. in Umlauf bringen zu können. Daß dieser (zur Auslieferung bestimmte) Bargeldbestand es nicht bis in die Jahresabschlußbilanz schafft liegt schlichtweg daran, daß sobald die „Ausgangskasse“ gefüllt wird, postwendend irgendein Bargeldtransporter vorfährt und den Kassenbestand wieder auftragsgemäß leerräumt. Das ist (fast) so wie beim Geldautomaten: dem Abgang bei der Kasse steht ein Abgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber, womit im Grunde genommen sämtliche Fragen hinsichtlich der Eigenschaft von Bargeld ein Aktivum zu sein als geklärt angesehen werden können.

Nun ist es ja nicht so, daß auch angesichts dieser Kenntnisse nicht der eine oder andere trotzdem wieder aus dem Mustopf kommen würde und die naiv-infantile Behauptung in die Welt setzte, daß das Bargeld ja doch ein Passivum der Zentralbank darstellen würde, weil – man sieht ja – der Bargeldumlauf in der Jahresbilanz auf der Passivseite aufgeführt sei. Zur Bekräftigung des „Arguments“ wird dann sogleich – natürlich nur zur „Vereinfachung“ – der wesentliche Bezeichnungsteil (also: -umlauf) elegant weggelassen, womit dann „bewiesen“ wäre, daß Bargeld ja doch eigentlich eine Schuld der Zentralbank darstellen würde. Es soll Leute geben, die sich durch derart windige „Beweisführungen“ hinter die Fichte führen lassen und fortan glauben, sie besäßen mit einer Banknote im Portemonnaie eine „Forderung“ an die Zentralbank. Nun ist auch dem letzten Verunsicherten klar, daß man damit bei der Zentralbank nichts fordern kann (obwohl es verbohrte Zeitgenossen gibt, die genau das glauben), so daß ersatzweise die „Forderung“, die bei der Zentralbank nicht einlösbar wird dann wenigstens doch eine Forderung auf das BIP (oder sonstige gesamtwirtschaftliche Güterhaufen) sei und somit letztlich doch eine „Schuld“ damit eintreibbar geworden sei. Die Charakterisierung als „naiv-infantil“ ist übrigens deswegen so, weil man als Kind auch erst mal lernen muß, daß man mit dem Lutschen an dem auf dem Display von Papis Smartphone dargestellten Eisbecher nicht wirklich die erwartete Befriedigung hinsichtlich eines sensationellen Geschmackserlebnisses erreichen kann. So auch hier: es wird Bargeld (ohne -umlauf) gelesen und sofort entsteht die Vorstellung eines monströsen Dagobert Duck Geldspeichers, was nichts anderes heißt, als daß die eigentliche Sache mit dem Verweis auf die Sache identifiziert wird. Bei Erwachsenen ist das allerdings dann eine Form der (kognitiven) Schizophrenie…

Nun gibt es ja noch die historisch argumentierenden Zeitgenossen, welche keine Gelegenheit auslassen zu erklären, daß „füher“ eine Banknote ja schließlich eine Forderung an/ Verbindlichkeit der Zentralbank gewesen sei, weil ja auf jeder Banknote vermerkt war, zu welchem Umtauschsatz sie bei der Zentralbank in eine (mikroskopische) Quantität an Gold oder ähnlichen Klumperklitzchen eingelöst werden konnte. Nun weiß man ja, daß derartige Zusagen nur solange Bestand haben, wie nicht „zu viele“ derjenigen, die solche Forderungspapiere in Händen halten, auf die kolossal geniale Idee kommen, ihr Einlösungsrecht gleichzeitig wahrnehmen zu wollen. Tritt dieser Fall ein, heißt es logischerweise „April, April“ und fortan wird das von der Einlösbarkeit befreite Papiergeld zu genau dem ultimativen Geldschuld-Erfüllungsstandard, welches es bis heute ist.

Was man bei dieser Metamorphose allerdings nicht mit in Verbindung bringen sollte ist die Vorstellung, daß „früher“ die Banknoten, die ja tatsächlich eine Schuld der Zentralbank darstellten, schon deswegen, weil sie für dessen Besitzer eine Forderung auf Gold o.ä. darstellten, auf der Passivseite der Zentralbankbilanz zu finden wären. Das liegt nämlich daran, daß „früher“ die Banknoten den Charakter eines (Inhaber-)Schuldscheins hatten. Dazu sollte man sich vergegenwärtigen, daß ein Inhaberschuldschein was damit zu tun hat, daß in ihm eine Forderung enthalten ist, wobei die Urkunde selbst die Legitimation darstellt, diese Forderung auch fällig stellen zu können. Letzteres führt dazu, daß „frühere“ Banknoten sog. Inhaberpapiere darstellten, wobei ein Inhaberpapier dadurch gekennzeichnet ist, daß schon der Besitz dieses Wertpapieres den jeweiligen Inhaber dazu berechtigt, die in dem Papier enthaltene Forderung geltend machen zu können. (Heutzutage äußert sich diese Eigenschaft von Inhaberpapieren u.a. darin, daß auch der nichtberechtigte Besitzer über dieses Papier rechtmäßig verfügen kann, sprich: auch mit geklautem Geld kann rechtswirksam bezahlt werden. Allerdings sind heutige Banknoten den Inhaberpapieren „nur“ gleichgestellt, heißt: sie sind keine Inhaberpapiere mehr!)

Schaut man sich diese Geschichte jetzt genauer an wird klar, daß eine (Zentral-)Bank, die eine Forderung auf sich verbrieft, mit der Erstellung dieses Papiers ein Aktivum erzeugt, welches zunächst erst mal eine Forderung auf sie selbst darstellt. Eine Forderung (auch diejenige, die auf einen selbst ausgestellt ist) ist aber auf jeden Fall ein Aktivum, welche aufgrund der doppelten Buchhaltungsregeln auf der Passivseite ebenfalls verbucht werden muß, so daß buchhalterisch gesehen eine (interne) Buchung vorgenommen wird, bei der quasi eine Forderung auf sich selbst einer Verbindlichkeit auf sich selbst gegenübersteht. Der Unterschied zwischen den Buchungen ist, daß sich die Passivbuchung auf das Existieren eines Wertpapiers (jetzt – noch – auf der Aktivseite) bezieht, während die Aktivbuchung das tatsächliche(!) Vorhandensein dieses Wertpapieres in der (Dokumenten-)Kasse anzeigt. Wird nun von der (Zentral-)Bank diese „Eigenforderung“ dazu verwendet ein Aktivum (z.B. Gold) zu erwerben, dann vollzieht die Bank damit einen „Aktivtausch“, indem es zu einer gegenseitigen Übergabe von Inhaberschuldschein(en) gegen z.B. die vereinbarte Goldmenge kommt. Diese verbrieften „Forderungen“ des bzw. nun gegen den Emittenten sind in der Hand des Erwerbers aber auf einmal zu „Geld“ geworden, welches von nun an fröhlich durch die Welt zirkulieren kann und seine segenspendende Wirkung zur „Erleichterung des Tauschverkehrs“ spielen kann. (Wo ist der Ironie-Tag…?)

Was man sich bei der ganzen Geschichte auf jeden Fall klar machen sollte ist die Tatsache, daß selbst in den Zeiten, als „Geld“ aus der Perspektive des Publikums noch eine Forderung gegen die (bzw. eine Schuld der) Zentralbank war, aufgrund der Tatsache, daß diese Forderung in verbriefter Form vorlag, es sich dabei um ein Aktivum gehandelt hat, wobei es nicht darauf ankommt, ob sich dieses Aktivum noch in der Hand des Emittenten befindet oder in der Hand eines Erwerbers. Vielleicht kennt der eine oder andere noch das Konstrukt des sog. Solawechsels, welches dem Inhalt nach letztlich ein verbrieftes Zahlungsversprechen des Ausstellers darstellt. Sobald ein solches Wertpapier erstellt ist, muß dessen (aktive) Existenz bereits als Passivum verbucht werden, selbst wenn noch keine Verfügung darüber getätigt wurde. Wenn man so will dokumentiert die Passivposition die Existenz des sich auf der Aktivseite befindlichen Wertpapiers, die auch solange als Passivposition erhalten bleibt, wie dieses Wertpapier existiert bzw. sich „in Umlauf“ befindet. Die Ausbuchung dieser Position erfolgt mithin auch nicht schon dann, wenn dieses Wertpapier zur Zahlung vorgelegt und der Betrag beglichen wurde, denn das verbriefte abstrakte Zahlungsversprechen existiert ja nach wie vor. Eine Löschung erfolgt erst dann, wenn das bezeichnete (da ist sie, die Referenz) Wertpapier vernichtet wird, womit die Berechtigung der Existenz der betreffenden Passivposition unmittelbar hinfällig wird.

Der wesenserhebliche Unterschied zur heutigen Banknote liegt lediglich darin, daß der Forderungsinhalt weggefallen ist, so daß seitens des Gesetzgebers es wohl für nötig gehalten wurde die damals neuen Banknoten mit einem Annahmezwang auszustatten. Man kann durchaus vermuten, daß diese Vorschrift für eine Übergangszeit sinnvoll war, wo Banknoten mit „Forderungsinhalt“ und „amputierte“ Banknoten gleichzeitig kursierten. Witzigerweise ist diese Vorschrift noch heute in Kraft und wird als wesentliche Eigenschaft des Geldes gehandelt, obwohl es eigentlich durch Zeitablauf und Währungsreform überflüssig geworden ist, dem Geld diese besondere Eigenschaft anzudichten. Denn sobald ein Gläubiger die vertraglich vereinbarte Leistung nicht annimmt, kommt er in Annahmeverzug, gleichgültig ob es sich dabei um das „gesetzliche Zahlungsmittel“ handelt oder nicht. Und ist die Gegenleistung nicht das gesetzliche Zahlungsmittel, so kann der Schuldner höchstens mit Hilfe juristischer Winkelzüge seine Leistung in Geld „ummünzen“. (Die Geschichte vom „Kaufmann von Venedig“ ist ein illustres Beispiel dafür.) Wie hier von mir schon mehrfach angemerkt wurde ist das Interesse der Unternehmen, reale Leistungen für ein stoffwertloses Geld verkaufen zu wollen darin begründet, daß – normalerweise – die Unternehmen Nettoschuldner sind und deswegen zur Leistung des Kapitaldienstes dazu gezwungen sind, die als Kosten ausgegebenen Geldscheinchen durch den Verkauf der Waren wieder zurückzuerhalten. Das legt den Finger auf die Frage, auf welche Weise Geld in das Wirtschaftsgeschehen integriert werden sollte, wobei sich m.E. gezeigt hat, daß eine auf Kreditbasis erfolgende Integration von Geld zu genau den Effekten führt, die in den entwickelten Ländern beobachtet werden können: Käufermärkte und eine an Paranoia grenzende Institutionalisierung hinsichtlich der Durchsetzung von Geldforderungen. Aber das nur nebenbei…

Die eigentliche Kuriosität an dieser Betrachtung liegt aber an einer ganz anderen Stelle. Wenn man sich den Werdegang einer Banknote zu den Zeiten der Goldwährung ansieht, erkennt man auf einmal, daß das, was heutzutage vielfach die Gemüter erhitzt, bereits „zu Kaisers Zeiten“ längst gang und gäbe war: denn auch damals schon wurde das Medium, welches als Zahlungsmittel in der Wirtschaft zirkulierte AUS DEM NICHTS erzeugt. Denn ein Eigen- oder Solawechsel (als konkrete Ausformung eines auf einen selbst ausgestellten Schuldscheins) ist genau dann, wenn er sich noch im Besitz des Ausstellers befindet nichts weiter als eine verbriefte „Schuld“ an sich selbst, die deswegen, weil sie als (Forderungs-)Dokument vorliegt eine rechtlich eigenständige aktive Rolle einnimmt. Denn als rechtlich abstraktes Inhaberpapier erlangt dieses Dokument eine gekürte Selbständigkeit (ähnlich wie eine Kapitalgesellschaft zu einer rechtlich selbständigen – juristischen – Person wird), die es erforderlich macht sie als Aktivum zu bilanzieren, wobei das notwendigerweise existierende zugehörige Passivum lediglich die Existenz dieses (aktiven) Forderungspapiers dokumentiert. Sobald das Forderungspapier das Haus des Ausstellers verläßt, mutiert es für ihn zu einer Verbindlichkeit, ohne daß jedoch die Eigenschaft eine Forderung und damit ein Aktivum zu sein dem Papier verloren gehen würde. Mit einer solchen Konstruktion ist dann die Verfügung über diese Urkunde eine einfache Angelegenheit des Vertragsrechts, denn eine solcher – nunmehr – sog. fungibler Schuldschein kann gegen eine andere Sache getauscht/ verkauft werden und man kann sogar die zeitweilige Nutzung dieser Urkunden gewähren, was dann zur Erzielung eines Zinsgewinns führt. Und auf einmal ist man ohne große Winkelzüge machen zu müssen bei der Kreditvergabe eines aus dem Nichts entstandenen Inhaberschuldscheins angelangt – die Verbriefung macht es möglich.

Fazit: zirkulierendes Bargeld war noch NIE ein Passivum in der (Zentral-)Bankbilanz und wurde als eine vom Aussteller gegen sich selbst ausgestellte Forderung auch schon immer aus dem Nichts geschöpft. Wer sich heutzutage darüber echauffiert, daß die Geldschöpfung aus dem Nichts zu einer Pervertierung der „guten alten Zeit“ geführt habe, wo noch alles nicht nur Hand und Fuß sondern sogar noch eine „Deckung“ hatte, kann sich nun einfach sagen lassen, daß der einzige Unterschied zwischen dem „früheren“ und dem „heutigen“ Geld darin besteht, daß der Forderungsinhalt des ehemaligen Forderungspapiers verloren gegangen ist – und damit auch der Forderungscharakter des Bargeldes. Daß der Erfolg der Emission eines stoffwert- und forderungswertlosen Geldes durch eine Institutionalisierung möglich wurde, welche die Integration von Geld in die „Wirtschaft“ vorwiegend über eine Kreditvergabe organisiert, mußte auch erst in langen Phasen von Versuch und Irrtum herausgefunden werden. Das Ergebnis ist: es geht auch ganz gut ohne Gold, was allerdings vor anderen Übertreibungen seit der „Liberalisierung der Finanzmärkte“ nicht – mehr – schützt. Da müßte man sich mal was Intelligentes einfallen lassen…

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15 Kommentare

Eingeordnet unter Geldtheorie, Wirtschaftstheorie, wonkish

15 Antworten zu “Geld war noch nie ein Passivum!

  1. Eberhard Gamm

    Geld ist weder Aktivum noch Passivum einer Zentralbank, weil eine Zentralbank kein Kaufmann ist und folglich die kaufmännische Buchführung auf eine Zentralbank überhaupt nicht angewendet werden kann. Siehe hierzu: https://www.vollgeld.de/fuer-ein-waehrungsregister-der-zentralbank . Damit erübrigt sich auch die Frage, ob eine Zentralbank mit negativem Eigenkapital arbeiten kann. Die korrekte Antwort lautet: Diese Größe gibt es nicht.

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  4. Was soll eine Zentralbank denn bitte sonst sein, wenn sie kein Kaufmann ist? Natuerlich ist sie das und sie verwendet auch die kaufmaennische Buchfuehrung.

    • Herr Bosau,
      bewerben Sie sich doch um einen Praktikumsplatz bei einer Zentralbank.
      Die Tochter eines Bekannten, der Kaufmännischer Leiter eines Berufsbildungszentrums ist, hat das vor ihrer Ausbildung mit Studium dort gemacht.

      • Warum sollte ich das tun? Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung – und ganz nebenbei habe ich unlaengst auch Fragen zu Buchungssaetzen bei der BuBa gehabt. Ich hatte da ein sehr ausfuehrliches Gespraech mit einem Mitarbeiter und wir konnten die Dinge, die mir unklar waren, sehr leicht klaeren. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es da substantielle Unklarheiten gab. Im Gegenteil, mit etwas Ueberlegung lassen sich dort Unklarheiten leicht ausraeumen.

  5. Eigentlich hatte ich fast ueberlegt, zu dem ganzen mal einen laengeren Kommentar zu schreiben.
    Ich werde davon absehen.

    Angeblich sei Herr Menendez diplomierter Volkswirt, fuehrt auch noch einen Doktortitel (in was, wenn ich fragen darf?), aber vor diesem Hintergrund stehe ich ratlos vor diesem Blog.

    Was soll das werden? Welches Problem wird hier geloest?

    Die Diskussion, ob umlaufende Banknoten in der ZB Bilanz auf der Passivseite stehen, wohl kaum, das ist kein Problem sondern Berufsschule erstes Halbjahr. Und keine Sorge: Die Grundregeln der Doppik wurden vor ueber 500 Jahren zusammengefasst, wenn man schon hier falsch gebucht haette, waere das irgendwann mal aufgefallen. Da haben sich nicht seit ueber 500 Jahren Millionen von Kaufleuten gegen Herrn Menendez verschworen. Und das sind auch nicht alles geistig behinderte Vollidioten, um es mal so zugespitzt zu sagen.

    Lieber Herr Menendez, kann es sein, dass Sie hier einen Popanz aufbauen? Und schlicht, was ja nun nicht ehrenruehrig waere, einfach irren?

    • Und was wäre das, was angeblich im ersten Halbjahr Berufschule zu diesem Thema gelehrt wird?

      • Wie im kaufmaennischen Sinne Aktiva und Passiva definiert sind.

        Nun war ich nie auf einer Berufsschule, ich habe Informatik studiert, aber ich erkundige mich da gerne mal genauer, Ich habe hier genuegend Bekannte mit kaufmaennischem Lehrberuf, die leihen mir vielleicht sogar mal die Lehrbuecher.

        Leider habe ich da noch keine kurze und knackige darstellung im www gefunden, die grundregeln, was aktiva und passiva sind, sind in wenigen saetzen erklaert, bei bedarf schreibe ich das hier auch gerne hin, das ist ne halbe stunde arbeit, mehr nicht.

    • @ Bosau

      Auch nach Ihrer e-Mail ist mir nicht klar, was Sie mit Ihrer Fragestellung bezwecken. Da Sie, wie aus Ihrer Website ersichtlich ist, eine dezidiert andere Auffassung vertreten ist es vergleichsweise müßig zu versuchen ein Umdenken zu erzeugen – erfahrungsgemäß sind derartige Versuche nichts weiter als verschwendete Lebenszeit.

      Möglicherweise finden sie in den Weiten des Internet ja jemanden, der mit Ihnen Ihre Ansichten diskutiert, ich wünsche Ihnen bei der Suche viel Glück!

      • Sorry, ich hatte sie in meiner Mail gefragt, welches Problem sie hier im Blog loesen wollen. Statt diese Frage zu beantworten, drehen sie das ganze in eine gleichlautende Gegenfrage um – das ist schlechter Stil. Meine Mail war klar und konzis, also verstaendlich.

        Ich mache es mal etwas klarer.

        Sie schreiben oben woertlich: „Nun habe ich ja in dem Post

        felix qui potuit rerum cognoscere causas

        ausgeführt, daß Bargeld auch für die Zentralbank ein Aktivum ist,“

        wenn sie sich https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralbankbilanz anschauen, findet sich dort das umlaufende Bargeld auf der Passivseite.

        Wenn sie sich das ganze in der EZB Bilanz anschauen, die ist oeffenlich, oder die Bilanz der Bundesbank, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/BBK/2017/2017_02_23_geschaeftsbericht_2016_bilanz.pdf?__blob=publicationFile dann finden sie dort den Bargeldumlauf auf der Passivseite

        Frage: Ist die Bundebankbilanz falsch? Oder kann ich nicht lesen?

      • Ich weiß nicht was Sie wollen. Ich habe nie bestritten, daß der „Bargeldumlauf“ auf der Passivseite steht.

        Und für die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ muß ich Sie auf die Antwort „42“ verweisen… 🙂

  6. Pingback: Artikel über Trading und Investments 4.2.2018 | Pipsologie

  7. Lieber Herr Bosau,

    Buchführungskenntnisse sind eine notwendige Bedingung für ein korrektes Geldsystemverständnis, aber eben noch lange nicht hinreichend, wie man insbesondere auch an Ihren Kommentaren hier vor Ort ablesen kann. Die Banknoten befinden sich selbstverständlich als Aktivum in den Bilanzen der Nichtzentralbanken, sobald sie die Zentralbank verlassen haben. Die korrespondierende Gegenbuchung findet bei der ZB in aller Regel als Passivtausch statt. Es ist eine Information darüber, dass die Banknoten in UMLAUF gebracht wurden. Das wars dann aber auch schon. Damit ist zugleich klar und deutlich, dass eine Banknote als Aktivum NIEMALS eine Schuld sein kann, sondern stets das Geschuldete, sofern wir nicht wieder zum unseligen Goldstandard zurück kehren. Einfach mal bei Martin Hellwig reinhören: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Termine/2018/2018_02_14_bargeldsymposium.html.

    LG Michael Stöcker

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