42 – das große Ganze und so…

SpecklesNach fast zwei Jahren ist es an der Zeit Revue passieren zu lassen, damit auch für den interessierten Leser, der die „Urgründe“ nicht zeitnah mitbekommen hat, eine kleine Orientierung vorhanden ist, welche die wesentlichsten Gedanken dieses Blogs deutlich macht.

Die leitende Frage der Volkswirtschaftslehre ist:

Ist es bzw. unter welchen Voraussetzungen ist es für eine Gesellschaft möglich, daß die Handlungsweisen der Individuen zu einem „kohärenten Ganzen“ führen, so daß man sagen kann, daß mit diesem Set von Voraussetzungen (Annahmen) eine Gesellschaft zu einem „Optimum“ gelangen kann.

(Falls jemand meint, es gehe in der VWL darum die Handlungsweisen eines optimierungssüchtigen ‚homo oeconomicus‘ zu untersuchen: in dem Fall kann man sich gleich sein Lehrgeld zurückgeben lassen, denn damit ist man auf dem schlimmsten Holzweg, der von einem Sozialwissenschaftler beschritten werden kann. Polemisch gesagt: der ‚homo oeconomicus‘ ist quasi das „geozentrische Weltbild der (journalistischen) Ökonomie“ – von dieser naiv-beschränkten Sicht auf die „Wirklichkeit“ von Ökonomie hat diese Welt wahrlich genug gehabt!)

Die eine Antwort, die der „Urvater“ der Volkswirtschaftslehre – Adam Smith – gegeben hat ist die, daß Menschen bei dem Problem, wie sie Hirsch und Biber tauschen sollen, anfangen darüber nachzudenken, welches die Tauschrate (aka relativer Preis) sein soll, um sich handelseinig werden zu können. Dieses Muster der Nützlichkeit (analog: bei den Unternehmen die Grenzproduktivität des eingesetzten Produktionsfaktors) wurde in der Neoklassik zu einem rückgekoppelten Funktionssystem ausformuliert, welches eine Antwort auf die eingangs genannte Zentralfrage der VWL ermöglichte. Die Antwort ist, ja es ist möglich, obwohl es dabei ein „kleines“ Problem gibt: damit der Beweis für die Existenz eines allgemeinen Gleichgewichts angetreten werden kann, muß jedes Individuum als ein „Preisnehmer“ definiert werden, also jemand, der die Preise als Datum hinnimmt und sie nicht verändern kann (diese Annahme gilt übrigends auch für Unternehmen)! Die Konsequenz daraus ist durchaus eklig: es bleibt niemand mehr übrig, der die Preise setzen kann. Aus diesem Grund ist auch heutzutage immer wieder die „unsichtbare Hand des Marktes“ oder der „Marktprozess“ gefragt, wenn es darum geht zu übertünchen, daß die Theorie der Marktwirtschaft keine Aussage darüber bereithält, wie sich denn nun Preise einstellen. Daß Preise – und erst recht „Gleichgewichtspreise“ eine fundamentale Bedeutung haben würden ist schon soweit zum „Allgemeinwissen“ geworden, daß sich niemand mehr fragt, warum hinter diesem „Wissen“ eine unhaltbare Annahme der ökonomischen Theorie steckt. (Falls jemand meint, das müsse man diskutieren: diese Frage ist erledigt, wer es genau wissen will, darf z.B. Frank Hahn – einer der zentralen Protagonisten der Allgemeinen Gleichgewichtstheorie – lesen.)

Warum man auf die Idee kommen kann, daß neben dieser Tauschtheorie noch eine andere Theorie einen Anspruch darauf erhebt, eine wesentliche Erklärung von Ökonomie zu formulieren, ist nur dann erklärlich, wenn man sich fragt, welche grundsätzlichen Aspekte es möglich machen, daß ein Gemeinwesen zu einem Koordinationsergebnis gelangen kann, welches „sinnhaft“ insofern ist, als daß die Handlungen von Individuen als aufeinander abgestimmt gelten können. Denn alles das, was Individuen dazu bringt einer „sinnhaften“ Handlungsleitlinie zu folgen ist genau das, was die Systemtheorie als „System“ auffaßt. Die Verfolgung einer gemeinsamen Handlungsnorm unter Beachtung gemeinsam akzeptierter Regeln kann zu einer gesellschaftlichen Struktur führen, die sich an dem eingangs erwähnten Zentralproblem der Ökonomie orientiert.

Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: denn Adam Smith hatte nicht nur den Tausch als ein Grundprinzip des Wirtschaftens beschrieben, sondern die Arbeitsteilung als viel wichtigeren Aspekt des ökonomischen Daseins vorgestellt. Die Bedeutung von Arbeitsteilung wird dann klar, wenn man akzeptiert, daß ökonomische Entwicklung nicht durch individuellen Tausch, sondern durch soziale Kooperation erfolgt, wodurch Dinge hervorgebracht werden, die von Individuen, die lediglich ihre Arbeitsergebnisse tauschen, nicht realisierbar sind. Warum eine ganze Theorierichtung sich ausschließlich auf eine derartig untergeordnete Sozialhandlung beschränkt, wird in Zukunft genauso unerklärlich werden, wie die kirchliche Version der Erde als Zentrum des Weltalls. Denn hier wie dort ist der Grund darin zu finden, daß die konkurrierende Erklärung eine leichtere und zuverlässigere Möglichkeit bietet, die beobachtbaren Daten interpretieren zu können.

Das Grundproblem der Arbeitsteilung ist so einfach wie simpel: es besteht daraus, daß das Ergebnis der gemeinschaftlichen Anstrengung auf die Beteiligten aufgeteilt werden muß. So ist die Verteilung der „Beute“ eine wesentliche Grundfrage kooperativer Handlungen, die sich entweder als Fleischanteil bei der Mammutjagd oder als Goldanteil bei einem Bankraub wiederfindet. Die daraus notwendig werdende Sozialtechnologie erfordert, daß es ein Kriterium geben muß, wann eine Kompensation erfolgt ist, d.h. wann ein Anspruch als getilgt gilt! Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann man davon ausgehen, daß kooperative Veranstaltungen auch die nötigen Teilnehmer finden, die zur Realisierung erforderlich sind.

Das kann auf zwei Arten passieren: zum einen kann eine Gleichverpflichtung aller Kooperationsteilnehmer vereinbart werden, bei der auch alle Teilnehmer das Risiko eines Fehlschlages eingehen. Man muß nicht lange über Risikoaversion nachdenken um festzustellen, daß derartige Gemeinschaften überaus selten sind. Die vorherrschende und vergleichsweise erfolgreichere Version sieht vor, daß diejenigen Teilnehmer der Kooperation, die kein Risiko übernehmen eine abstrakte Entlohnung erhalten (Geld), mit der ihre Kompensation hinsichtlich ihres Einsatzes vollumfänglich abgegolten ist. Das mögen andere als „Entfremdung“ empfinden, ist aber lediglich Ausdruck und Konsequenz von risikoaversem Verhalten. Wenn man so will begründet sich die Institution der Lohnzahlung nach Maßgabe des folgenden Sprichworts: „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach!“

Nun ist ja mit der Lohnzahlung der Zusammenhang von Arbeitsergebnis und Lohnsumme nicht aufgehoben, denn die Geld-Kosten müssen ja durch den Erlös durch den Verkauf von Waren wieder eingespielt werden. Diese Klammer macht Geld auf einmal zu einem „relativen Maß der Produktion“, so daß der Konnex zwischen Arbeitsergebnis und Lohnsumme auch dann einstellt, wenn sich sowohl die Arbeiter ihres Arbeitsergebnisses entäußert haben, ebenso wie sich die Unternehmer des Geldes entäußern, indem sie durch ihre Investitionsausgaben das Eigentum daran verlieren.

Mit einer derartigen Sozialtechnologie wird der Zusammenhang von Geld und Gütern jedoch unwiderruflich zerschnitten, weil sich das Interesse von risikoaffinen und risikoaversen Akteuren nicht wieder vereinheitlichen läßt. Diese Dichotomie von Geld und Gütern zeigt sich am deutlichsten an der unterschiedlichen Bedeutung von Ersparnis bzw. Investition. Da somit die Ersparnis ein Reflex der Investition ist, kehrt sich die Hierarchie auf einmal um: nicht der Nichtkonsum der Haushalte bestimmt die Investition, sondern der Geldvorschuß der Unternehmen bestimmt die Höhe der wirtschaftlichen Aktivität. Die entscheidende Nebenbedingung dabei besteht aus der Verpflichtung der Unternehmen, das ausgegebene Geld wieder zu erwirtschaften, wobei sie die erzeugten Waren dazu einsetzen, um die Kosten sowie einen Gewinn zu erzielen. Aus diesem Grund handelt es sich im Kapitalismus um eine Warenwirtschaft und nicht um eine Güterwirtschaft,

Eine Geldwirtschaft bezieht dabei ihre Funktionsfähigkeit daraus, daß sie die Werthaltigkeit des Geldes daraus bezieht, daß Geld ausschließlich aufgrund eines Kredites zur Existenz gelangt. Damit wird essentiell durch den system immanenten Schuldendruck sichergestellt, daß Geld einen „Wert“ erhält, obwohl Geld als solches keine genuine Werthaltigkeit benötigt. Daß der Verlust von Geld mit materiellen Vermögensverlusten verbunden ist, reicht als Motivation für die Unternehmen aus, daß sie „werthaltige“ Waren gegen „wertloses“ Geld hingeben. Die Sozialtechnologie „Geld“ erweist sich dabei als diffiziler, als es sich die naive Quantitätstheorie jemals vorstellen kann, weil sich die Funktionsbedingungen des Geldes nicht anhand irgendwelcher Gütermengen bestimmen lassen. Allein die Tatsache, daß die Existenz von Geld an einer korrespondieren Schuld hängt begründet, daß Geld als „soziales Verhältnis“ nicht aus einer Gütertheorie heraus erklärt werden kann.

Aus diesem Grund sind Banken auch keine Vermittler zwischen „Sparern“ und „Investoren“, sondern quasi Garantiegeber, die für die Debitoren Zahlungsfähigkeit dokumentieren und durch den Einsatz von Geld auch sicherstellen müssen. Daraus entsteht die Frage, wodurch die Banken in ihrer Fähigkeit – Zahlungsfähigkeit zu garantieren – beschränkt werden. Der Grund ist, daß Banken ihre Kreditzusagen in einem Medium erfüllen müssen, welches sie selbst nicht schaffen können. Daraus erklärt sich die Funktion einer Zentralbank: sie ist weder dazu da um Zinssätze zu regulieren, noch um irgendwelche „Geldmengen“ zu steuern. Ihr eigentlicher Funktionsauftrag besteht darin, die Bonität der von den Banken vergebenen Kredite zu nivellieren, damit zwischen „ihren“ Banken der Liquiditätsausgleich reibungslos vonstatten gehen kann. Insofern sind alle Versuche, ein „Preisniveau“ zu steuern auf eine Unmöglichkeit gerichtet, so daß man damit ein Gefühl für die Vergeblichkeit der gegenwärtigen Zentralbankpolitik bekommt.

Die zentrale Frage der Volkswirtschaftslehre kann damit so beantwortet werden: die Handlungsmotivation der Unternehmen geht dahin, bei gegebenen Preisen eine Menge an Waren zu bestimmen, die es ihnen ermöglicht, kostendeckende Preise zu erzielen und darüber hinaus noch einen Gewinn zu erzielen. Insofern besitzt die Vorstellung, die Unternehmen seien „Mengenanpasser“ eine neue! Bedeutung. Dies ist deswegen eine hervorzuhebende Tatsache, weil die theoretische Erklärung des ‚mainstream‘ für den ökonomischen Prozeß gerade auf diesen Umstand der monetären Bedingtheit nicht abstellt, sondern stets die „realen Verhältnisse“ in den Vordergrund rücken will. Dieser Dissens weist denn auch eine paradigmatische Qualität auf!

Mit einer Theorie von Ökonomie als Geldwirtschaft werden auch Zinsen zu einer genuinen Funktionsbedingung des Kreditgeldkapitalismus: Zinsen sind nicht mehr eine Quelle von arbeitslosem Einkommen, sondern gewährleisten, daß fehlgeschlagene Investitionsprojekte, denen eine konsumtive Verwendung des Kredits entspricht wieder aus dem geldwirtschaftlichen Systenzusammenhang entfernt werden. Auch wenn es dazu keine breite Diskussion gibt: Zinsen sind quasi als „Versicherungsprämie“ aufzufassen, die dazu dienen die Kosten der Banken für Aufwendungen aus Kreditabschreibungen zu neutralisieren. Denn nur auf diese Weise wird es möglich zur Formulierung einer monetären Zinstheorie zu gelangen! Ausgerechnet dieser Aspekt der monetären Theorie der Ökonomie macht deutlich, daß eine Zentralbankpolitik der Zinssenkung in einer Krise genau das Gegenteil dessen tut, was Banken in der Krise normalerweise tun: nämlich Zinsen und Bonitätsanforderungen zu erhöhen: wie sollten sie sonst ihren Bedarf an Erträgen zur Kompensation von Aufwendungen wegen notwendig werdenden Kreditabschreibungen decken?

Warum das System des Kreditgeldkapitalismus eine funktionsfähige Sozialtechnologie ist, läßt sich nur noch mit Hilfe von Simulationstechnik nachweisen. Das Kuriose dabei ist, daß man dabei in keiner Weise mehr auf irgendwelche „realen“ Einflußgrößen mehr Bezug nehmen muß und sich somit die Dichotomie von Geld und Gütern aufs Neue bestätigt, obwohl 200 Jahre ökonomische Theorie nicht müde werden, die Integration von Geld- und Werttheorie zu predigen. Wer genau hinsieht erkennt sofort, daß die heutige Welt davon geprägt ist, daß Geld das entscheidende Kriterium ist, welches die Gegenwart gestaltet, auch wenn die menschliche Sinnsuche sich normalerweise nicht damit zufriedengibt, ein abstraktes Kriterium als Maß der Erfüllung von Sinn zu akzeptieren. Was aber passiert, wenn man Geld mit nostalgischen Gefühlen von „Wert“ und „Stabilität“ überfrachtet zeigt sich immer dann, wenn es wieder mal darum geht, eine Schieflage des internationalen Währungssystems zu reparieren. Dabei zeigt sich, daß die Frage von Bonität nicht nur für Geschäftsbanken eine Bedeutung aufweist, sondern auch für Zentralbanken, insoweit diese Mitglied einer Währungsunion sind, wie es im Falle des EURO nun mal so ist. Denn das was im nationalen Fall erforderlich ist, wenn eine Geschäftsbank die Bonitätsnormen unterschreitet (Verteuerung der Konditionen zur Refinanzierung) müßte auch im internationalen Kontext für die jeweiligen nationalen Zentralbanken gelten. Denn die Legende, das ESZB würde einheitlich handeln hat noch nie gestimmt und wird auch nie stimmen – folglich muß man darauf angemessen reagieren!

Fazit: Was steht hier? Die Umrisse einer Geldtheorie, die ihren Namen auch verdient! Und eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage, wie Millionen von Individuen im Sinne einer produktiven Gesamtveranstaltung „Wirtschaft“ koordiniert werden können. Im Gegensatz zum „Auktionator“ der Theorie des allgemeinen Gleichgewichts ist der Koordinationsmechanismus, der über Geld vermittelt ist, nicht kostenlos. Dennoch ist die separate Beschäftigung mit der „Software“ des gesellschaftlichen Produktionsprozesses notwendig, schon um dem Mißverständnis zu entgehen, die Eigenschaft von Geld als soziales Verhältnis zu übersehen. Denn auch wenn Software im Zusammenhang mit der Hardware erst zu einer Einheit findet, ist es dennoch ein grober Verstoß gegen die Einsicht in die Struktur hierarchisch organisierter Gebilde, das eine (Geld) mit dem anderen (Güter) unbesehen miteinander zu vermischen. Wer das erst mal begriffen hat, begreift nicht mehr, wie es überhaupt möglich sein konnte, diese Differenz jemals zu übersehen!

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29 Antworten zu “42 – das große Ganze und so…

  1. Pingback: 42 – die Linkliste | soffisticated

  2. Sehr geehrter Herr Menendez,

    Vielen Dank für die Zusammenfassung ihrer Sichtweise, die ich – wie Sie ja wissen – im Grossen und Ganzen teile. Leider ist es halt so, dass einer ökonomischen Theorie, die Input-/Output-Preise nicht erklären kann oder will, das wesentliche Scharnier fehlt um das Geld mit der Warenebene zu verbinden. Wir wissen dann zwar Grundsätzliches über die Geldschöpfung und vielleicht auch Einiges über die Gewinnquote, aber nichts über die Profitrate und damit – wie allgemein angenommen – über den Steuerungsmotor der Ökonomie und ihrer Konjunkturen. Natürlich haben Sie recht, wenn sie darauf hinweisen, dass die von der ökonomischen Theorie angebotenen Preistheorien aufgrund ihrer Herkunft aus der Tauschökonomie diese Lücke nicht zu füllen vermögen. Andererseits ist es unbefriedigend mit dem blossen Verweis auf einen „Aufschlag“ auf die Produktionskosten leben zu müssen, wenn wir keine Vorstellung von Produktionskosten haben. Ich glaube nach wie vor, dass Sie die Input-Outputmodelle zu Unrecht zurückweisen, ganz einfach aus dem Grund, weil sie nicht einer Tauschökonomie entspringen müssen, obwohl sie es – theoriegeschichtlich gesehen – tun. Aber ich will hier nicht ein „altes Pferd“ wieder reiten, von dem Sie glauben, dass es die von Ihnen aufgestellte Hürde nicht zu nehmen vermag.

    Was könnte man sonst noch anbieten, um – wenn schon keine Preistheorie – so zumindest eine Theorie der Profitrate entwickeln zu können? Ich denke mir manchmal, dass die Marx`sche Defintion der Profitrate – konsequent monetär gewendet und auf Stromgrössen getrimmt: r = Gewinnsumme/ (monetärer Wert der Abschreibungen + Lohnsumme) ein solides Fundament für den Kreditgeld-Kapitalismus bieten könnte. Immerhin erlaubt sie den Posten „Abschreibungen“ um „ausserordentliche Wertberichtigungen“ zu erweitern und damit das alte Dilemma zwischen geplanten und ungeplanten Grössen aufzulösen. Sie hat auch gegenüber dem gängigen Begriff „Eigenkapitalrendite“ den Vorteil, dass nicht Stromgrössen mit Bestandsgrössen (Eigenkapital) gemengt werden, wodurch der Einfluss von Wertberichtigungen überhaupt erst erfassbar wird. Allgemein scheint mir, dass die Marx`sche Theorie – konsequent monetär gelesen – eine Fülle von Anhaltspunkten liefern könnte, um zu konkreten Aussagen über den Kreditgeld-Kapitalismus überzugehen: Die Dominanz der Gewinnquote (Mehrwertrate) im Prozess der Investition, wo der Aufteilungsschlüssel zwischen den Klassen monetär festgelegt wird, die Profirate um die jährliche Abschreibung konzentriert, was dadurch eine preisunabhängige Bestimmung erlaubt. Vielleicht ist das, was man Marx immer vorwarf, dass er eben keine (schlüssige) Preistheorie hatte, nun der grosse Vorteil, den man am Schopf packen muss.

    PS: Ich weiss, dass ein Ökonom Probleme hat, Marx monetär zu lesen. Zu tief sitzt der Begriff „Arbeitswert“ als dass die Phantasie, dass es sich hier nur um monetäre Grössen handeln könnte, durchdringen mag. Deshalb sage ich mit Nachdruck: dass der Begriff „Arbeitswert“ für mich nicht existiert – sondern nur Geldgrössen – und dass das auch die Voraussetzung ist unter der man Marx lesen sollte. Alles andere ist wertlos.

    Mit freundlichem Gruss
    Alfred Felsberger.

    • Hallo Herr Felsberger,

      über die Profitrate läßt sich durchaus einiges sagen: das Wichtigste dabei ist, daß sie sich nicht aus einer realwirtschaftlichen Produktivität speist, weil sie ein monetäres Phänomen ist. (Man kann sich natürlich auch in einer Kornökonomie á la Ricardo vergnügen, das ist hier allerdings nicht Thema.) Insofern tragen Bewertungsansätze von Lagerbeständen auch nicht wirklich dazu bei zu klären, was es mit der Profitrate auf sich hat. Wenn man den Zähler der Profitrate aus einer Differenz von Erträgen und Aufwendungen akzeptiert, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als zu postulieren, daß es eben der Aufschlag auf die Kosten sind, welche die Preise definieren. Das ist deswegen hinreichend, weil die (der Periode zugerechneten) Kosten eine quasi-historische Nebenbedingung der Produktion sind, die wieder eingespielt werden müssen, um diesen Produktionsprozeß als „erfolgreich“ qualifizieren zu können.

      Es geht hier nicht darum zu bezweifeln, daß eine Input-Output-Matrix nicht durchaus ein korrektes Bild einer Ökonomie nachzeichnen kann, es ist lediglich zu konstatieren, daß die Informationsmengen, die benötigt werden, um aus einer IO-Matrix ein gültiges Preissystem machen so immens sind, daß es keinen Erfolg versprechen kann diesen Ansatz als Planungsgrundlage einer Gesellschaft zu verwenden. Man mag ja das Kriterium „Gewinn“ als primitives Versuch-Irrtum-Schema bezeichnen, etwas besseres ist der Welt und ihren Ökonomen bisher noch nicht eingefallen – und außerdem wird auch in einer Kreditgeldwirtschaft geplant und organisiert bis die Schwarte kracht.

      Ich halte übrigends überhaupt nichts davon z.B. aus einem „Mehrwert“ (was eigentlich auch eine physische Kategorie ist) einen monetären Gewinn oder Ähnliches zu stricken; sollte die Marx´sche Theorie gut genug sein und als Vorlage ausreichen, kann man die daraus ableitbare monetäre Theorie mit ihren eigenen Begriffen darstellen, die ja dann auch für sich stehen kann ohne eine Gehhilfe von einer Realtheorie zu benötigen. Möglicherweise ist ja dann, wenn Sie diese Theorie fertig formuliert haben sogar klar, daß diese sich nicht von dem unterscheidet, was hier als dynamisches Gewinnmodell vorgestellt wurde. Daß dabei die Preistheorie eine große Rolle spielt wage ich mal zu bezweifeln, weil in der Makroökonomie individuelle Befindlichkeiten eigentlich keine Rolle spielen, sondern diese sich eher als Geldströme fassen lassen (müssen). Man kann es sich nämlich nicht so einfach machen wie die mikrofundierte Ökonomie, einfach alles auf mehr oder weniger beliebige „Optimierungsprozesse“ von Individuen zurückzuführen. Welche Fehler man dabei macht, wurde ja in der „Typenlehre“ ausgiebig diskutiert. Wenn sich eine von Marx abgeleitete Theorie den Bedingungen stellt, die man bei der Untersuchung von Gesamtgefügen berücksichtigen muß – warum nicht? Ich bin gespannt…

      • Sehr geehrter Herr Menendez,

        Interessant ist, wenn man die „Marx`sche Profitrate“ mit der „Keynes/Kalecki-Gewinnformel“ verbindet. Dann erhält man als Zähler: „Nettoinvestition plus Unternehmer-Haushalts-Konsum minus Geldvermögensbildung der Arbeiter-Haushalte“, und als Nenner: „Abschreibungen plus Lohnsumme“. Damit ist ziemlich klar auf den Punkt gebracht, was makroökonomisch als Kostenfaktor gilt und was nicht. Kosten sind bloss die jährlichen Abschreibungen und die Lohnsumme, während die Netto-Investition einschliesslich des Unternehmer-Haushalts-Konsums die Gewinnsumme sind, die durch die Geldvermögensbildung der Arbeiter-Haushalte geschmälert wird. Letzteres drückt eine blosse Konsumverweigerung der Arbeiter aus, hat aber mit einem Kostenfaktor im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Die Profitrate ist demnach viel mehr als eine Division zwischen Gewinnsumme und Kosten, da sie auch die Konsumverweigerung der Arbeiter zu berücksichtigen hat. Eine technologische (und rechtliche) Komponente kommt nur über die Abschreibungen ins Spiel. Interessant ist auch, dass die Lohnsumme zwar keinen Einfluss auf die Gewinnsumme hat, sehr wohl aber auf die Profitrate.

        Mit freundlichem Gruss
        Alfred Felsberger

      • Hallo Herr Felsberger,

        ich will ja nicht an allem herumnörgeln, aber ich möchte doch durchaus mal von Ihnen dargestellt bekommen, warum es statthaft sein soll, bei dem von Ihnen dargestellten Quotienten für die Profitrate im Nenner eine Summe zu bilden, die zum einen aus einem vergleichsweise gut abgrenzbaren Geldbetrag (Lohnsumme) besteht und auf der anderen Seite aus einer (mehr oder weniger subjektiven) Bewertung von Sachgütern. Mein Vorbehalt dieser Summe gegenüber ist, daß es sich dabei um nicht kommensurable Dinge handelt, deren Qualität es eigentlich verbietet sie einfach zu addieren, auch wenn es durchaus so scheinen könnte, weil beide Entitäten die gleiche Dimension „Geldeinheiten“ aufweisen.

        Wie Sie ja selbstverständlich wissen, ist eine Bewertung – und auch Abschreibung ist eine Bewertung – nicht nur von aktuellen Umweltzuständen abhängig, sondern auch von den Interessen des Unternehmens an einem hohen/ niedrigen Bewertungsansatz, was im Endeffekt nichts anderes heißt, als daß man es hier mit einer vergleichsweise willkürlichen Kalkulationsgröße zu tun hat. Genau diese (beliebige) Qualität besitzt eine daraus abgeleitete „Profitrate“ auch. Natürlich kann man aus statistischen Gründen eine Summe aus Sachvermögen und Geldvermögen bilden, man sollte sich dabei jedoch immer klar darüber sein, daß es sich hierbei um keine theoretisch fundierte Größe handeln kann.

        Man kann eine ähnliche Größe definieren, deren Nenner eine Summe aus Lohnsumme und Kredittilgung aufweist, womit zumindest geldvermögensrelevante Dinge miteinander addiert werden. Man kann sich auch eine Welt vorstellen, in der der „Wertverlust“ des Realkapitals mit der Tilgung des zur Finanzierung dieses Realkapitals ausgegebenen Geldvolumens korrespondiert. Ob und was diese Kennziffer dann ausdrückt müßte man erst nochmal genauer betrachten, aber man hätte dann wenigstens schon mal diesen unhaltbaren Argumentationsdefekt beseitigt. Denn für mein Dafürhalten hat eine technologische Komponente bei der Frage der Profitrate nichts zu suchen. Sobald man das tut landet man sofort in der neoklassischen Grenzproduktivitätsfalle, die es ja gerade verhindert zu einer konsistenten Geldtheorie zu kommen.

      • >Daß dabei die Preistheorie eine große Rolle spielt wage ich mal zu bezweifeln…>. Stimmt. Dies liegt daran, dass die vorgeschossenen Geldeinheiten (Lohnsumme und Gewinnausschüttungen) eine gegebene Grösse sind, die dann nach Erfolg zwischen den Unternehmen verteilt werden. Auch hier trifft man auf die alte Marxsche Idee, dass die „Mehrwertmasse“ (= monetäre Gewinnsumme) eine gegebene Grösse ist. Nur darf man seiner Vorstellung nicht folgen, dass diese Grösse entsprechend einer einheitlichen Profitrate zwischen den Sektoren verteilt wird. Kapitalismus steuert sich über sektoral verschiedene Profitraten, die das gesellschaftliche Bedürfnis signalisieren sollen. Preistheorie hat also eine Bedeutung für den Innovationsprozess, keinesfalls aber für die Verteilung und die allgemeine Profitrate.

        Alfred Felsberger

      • „Auch hier trifft man auf die alte Marxsche Idee, dass die “Mehrwertmasse” (= monetäre Gewinnsumme) eine gegebene Grösse ist.“

        Man kann ja meinetwegen 1000 Autos auf der Halde als „Mehrwertmasse“ bezeichnen, aber das als „gegebene Größe“ zu bezeichnen, würde dem Alten auch Unrecht tun. Denn Marx hat sehr wohl gewußt, daß man den Mehrwert auch versilbern können muß, so daß sich der eigentlich interessante Punkt aus seiner Diskussion ergibt, wie es möglich sein kann, den Mehrwert tatsächlich in Geld umzusetzen. Marx hatte dafür keine Lösung und hat das ja letztlich auch (indirekt) zugeben müssen.

        Und bitte: es geht doch nicht darum, daß irgendeine „Mehrwertmasse“ zirkuliert, sondern darum, daß die Kosten dieser Masse wieder eingespielt werden müssen. Der Umsatz des Produktionsergebnisses hat doch aber nichts mit „Werten“ zu tun, sondern mit dem Verkauf von Waren gegen Geld. Denn genau diese Frage ist zu klären – wobei man eben die Klärung genau dieser Marx´schen Frage nicht als gegeben voraussetzen kann.

        So einfach kann man es sich nicht machen!

      • Im übrigen trifft der Marxsche Terminus des „Hineinwerfens, Hineinschleuderns“ von Geld den Vorgang der Investition viel genauer als die moderne Geldtheorie, die immer nur von Netto-Neuverschuldung spricht. Es ist eben nicht nur neue Schuld, die zur Investition mobilisiert wird, sondern auch bestehende, die sich aus Kassabeständen der Unternehmen und Vermögensfonds speist. Heute mehr denn je wird die Investition durch Übertragung (Zedieren) von Schuld (=Geld) und weniger durch Schaffung von Schuld getragen. Es wird der Tag kommen, wo die Kassabestände der Unternehmen und die verwalteten Geldvermögen so gross werden, dass man sich die Frage stellen muss, ob man nicht in eine sprachliche Falle tappt, wenn man von Netto-Neuverschuldung spricht und den Unternehmen unbedingt den heroischen Status eines wagemütigen Schuldners zuschreiben will. Mich stört sehr, dass die moderne Geldtheorie fast ausschliesslich von Nicht-Marxisten entwickelt wird, die den ganzen Ballast einer fragwürdigen Sprache mit sich herumschleppen. Auch hier wären viele Ideen bei Marx zu finden um diese Irrwege eben nicht zu beschreiten.

        Alfred Felsberger

      • Vandermonde

        @felsberger2012

        „Es ist eben nicht nur neue Schuld, die zur Investition mobilisiert wird, sondern auch bestehende, die sich aus Kassabeständen der Unternehmen und Vermögensfonds speist. “

        Allerdings stellt sich dann die Frage zu welchem Anteil das geschieht. Die dabei zur Verfügung stehenden Volumen sind begrenzt, da ein erheblicher Teil dieser Investitionen in den FInanzmärkten investiert wird und dann für realwirtschaftliche Investitionen nicht mehr zur Verfügung steht, da die Investition im Finanzmarkt meist nicht nachhaltig ist und keinen Kapitalstock schafft.

        D.h. wenn ein Teil der Kredite in einem abgetrennten Finanz Monopoly Bereich zirkulieren, bleibt nur mehr die Kreditausweitung im realwirtschaftlichen Bereich übrig, um weiter nachhaltige Investitionsimpulse zu liefern.

        Würde man das analog zu dem Kreislaufmodell von soffisticated modellieren (https://soffisticated.wordpress.com/2013/11/04/dynamische-einsichten-zu-geld-und-zins/), wäre das ein zusätzlicher paralleler Kreislauf, der von dem ersten realwirtschaftlichen Kreislauf beständig Forderungen abzieht, so dass sich dieser sich nicht mehr selbst trägt. Darüber hinaus tritt dieser Kreislauf auch noch bezüglich der Kredite selbst in Konkurrenz zu dem realwirtschaftlichen Kreislauf.

  3. Wie weit man sich von Marx entfernt, wenn man ihn konsequent monetär liest, und wie interessant die „Erkenntnisse“ trotzdem sein können, zeigt das viel gescholtene „Gesetz des tendenziell Falls der Profitrate“. Wie sehr haben sich die Ökonomen bemüht die produktionstechnischen Bedingungen zu benennen, unter denen das „Gesetz“ arbeitet und unter denen es nicht arbeitet. Monetär gelesen, zeigt sich jedoch, dass das „Gesetz“ mit Produktionsbedingungen überhaupt nichts zu tun hat, sodas Marx wegen etwas verurteilt wurde, was schlichtweg irrlevant ist. Durch Multiplikation mit 1/v erhält man: p = (m/v) / (c/v) + 1, mit p als Profitrate, m als Gewinnsumme, v als Lohnsumme und c als jährliche Abschreibungen, alles in Geldgrössen. Für Marx, der an den „Arbeitswert“ glaubte, ergab sich daraus ein starker Verdacht, dass c/v im Zeitablauf steigen müsste, wodurch nur eine steigende Mehrwertrate die Profitrate weiter wachsen lassen kann. Monetär betrachtet jedoch gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt, warum die Abschreibungen schneller wachsen sollten als die Lohnsumme. Selbst bei einem grossen Kapitalstock können die Abschreibungen gering gehalten werden, wenn man sie nur lang genug dehnt. Man sieht sofort, das diese Annahme unter jeglichen Produktionsbedingungen unrealistisch ist und mehr mit Bilanzierungsregeln zu tun hat als mit der Grösse des Kapitalstocks.

    Alfred Felsberger

  4. Vandermonde

    „Ausgerechnet dieser Aspekt der monetären Theorie der Ökonomie macht deutlich, daß eine Zentralbankpolitik der Zinssenkung in einer Krise genau das Gegenteil dessen tut, was Banken in der Krise normalerweise tun: nämlich Zinsen und Bonitätsanforderungen zu erhöhen: wie sollten sie sonst ihren Bedarf an Erträgen zur Kompensation von Aufwendungen wegen notwendig werdenden Kreditabschreibungen decken?“

    Der Grund warum ZB das machen, ist deren gesamtwirtschaftliche Sichtweise. Was für eine einzelne GB Sinn macht, kann für die gesamte Volkswirtschaft verheerend sein. Auch deswegen, weil zwischen Bonität und Kreditvolumen nicht ein einfacher Ursache/Wirkungszusammenhang besteht, sondern diese sich gegenseitig bedingen.

    Eine ZB kann das im Übrigen auch deswegen machen, weil sie ja eben keine echten Abschreibung durchführen muss bzw. keine Kompensationen benötigt, die ja für eine ZB eigentlich keinen engeren wirtschatlichen Sinn machen.

    • Es ist schon richtig, daß eine Zentralbankpolitik, die auf eine Zinssenkung in der Krise abzielt üblicherweise als „gesamtwirtschaftlich“ angesehen wird. Nur leider beruht dieses „gesamtwirtschaftliche“ Argument auf einer einzelwirtschaftlichen Denkweise, weil die dahinter stehende „Theorie des internen Zinsfußes“ die nicht unwesentliche Annahme aufweist, von exogen gegebenen Zahlungseingängen auszugehen. Die dahinter versteckte Annahme ist jedoch, daß von einer Zinserhöhung postwendend auf eine Gewinnschmälerung geschlossen werden kann.

      Dieser Schluß ist so ohne weiteres nicht gültig, denn wie man aus der Debatte um das „Föhl´sche Steuerparadoxon“ weiß sind derartige Schlüsse in kreislauftheoretischer Betrachtungsweise bestenfalls voreilig, in keiner Weise jedoch zwingend. Um eine lange Debatte kurz zu machen: um von einer Zinserhöhung auf eine Gewinnsenkung schließen zu können muß man gerade dies voraussetzen. Es ist notwendig dafür bestimmte Werte für die Anpassungselastizitäten zu setzen – setzt man andere, kommt ggf. auch das Gegenteil heraus.

      Um bei derartigen Dingen klarer zu sehen ist es notwendig mit Modellen zu arbeiten, welche die Rückkoppelungen der zu untersuchenden Maßnahmen auch mit in Betracht ziehen. Ein mikroökonomisches Argument in einer makroökonomischen Fragestellung zu verwenden läuft jedoch darauf hinaus die ‚ceteris paribus‘-Klausel auch da anwenden zu wollen, wo sie überhaupt nicht hingehört.

      Das Einzige, was man über eine Zinssenkungspolitik einer Zentralbank sagen kann ist: sie subventioniert ein bißchen die Banken, indem der ’spread‘ von Kreditzins zu Refinanzierungszins ein wenig vergrößert wird. Man sollte diese durchaus vorhandene Subvention jedoch nicht allzu sehr überschätzen!

      • Vandermonde

        Der Zusammenhang ist mir dabei nicht ganz klar – ich hätte angenommen, dass es bei den Zinsniveaus weniger um die Frage der unmittelbaren Auswirkungen auf den Gewinn (auf wessen Gewinn zielen Sie eigentlich dabei ab: GB, ZB oder Unternehmen?) geht, sondern um die Frage der Kreditvolumen, die ja auch von der Höhe des Kreditzinssatzes abhängig sind.

        Ich würde vermuten, dass diese Subvention eben auch dazu beiträgt, das der Kreditzins niedriger bleibt als ohne diese Subvention. Es ist schon klar, dass der Einfluß der ZB über die Zinssätze beschränkt ist und dies auch keine wirklich proaktive Steuerung erlaubt, sondern im besten Fall einen dämpfenden (oder steigernden) Effekt auf bereits bestehende Trends ausübt. Und natürlich ist die weitere Entwicklung wesentlich davon abhängig, wo das zusätzliche Kreditvolumen primär verfügbar gemacht wird (in unserer momentanen Rezession: Banken oder Staat – hier hat der EZB Ansatz mit dem Staatsfinanzierungsverbot den Nachteil, dass er die Banken systematisch bevorzugt – die Austerität setzt da noch eins drauf).

        Allerdings läßt sich daraus nicht der Schluß ziehen, dass die Reaktion der ZB irrelevant wäre – speziell wenn sie z.B. den Zinssatz in Krisensituationen erhöhen oder einfach passiv bleiben würde. Es kommt darüber hinaus sicher auch auf das gerade aktuelle Zinsniveau an – je niedriger desto geringer ist die Steuerungsmöglichkeit.

      • Die Logik des Kreditgeldsystems geht dahin, daß Zinsen zwar eine Umverteilung des kreditbedingten Einkommensvolumens bewirken, damit aber noch nicht gesagt ist, welche Auswirkungen damit auf die Konsumquote und damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage verbunden sind. Man kann darüber verschiedene Mutmaßungen anstellen, die wesentlich sein können oder auch nicht. Denn wenn sich ein Investitionsboom ereignet (wie in den Schwellenländern) können auch hohe Zinsen die Nachfage nicht bremsen, mal abgesehen davon, daß in einem derartigen Umfeld die Zinsen ohnehin die Tendenz haben zu sinken! Man ersieht daraus, daß die Nachfragelogik der Zinstheorie nicht funktioniert, weil die Unternehmensgewinne in einem Investitionsboom deswegen! in die Höhe gehen – und nicht weil irgendwer irgendwas „effizienter“ oder „billiger“ produziert.

        Drehen Sie einfach die Kausalität um: gibt es einen Investitionsschub (‚animal spirits‘ – Keynes), fangen die Zinsen an zu sinken. Gehen die Investitionen zurück, sinken auch irgendwann die Gewinne und die Zinsen steigen, weil die Kredite „einfrieren“ und kaum noch zu bedienen sind.

        Kurz gefaßt: Zinsen sind zwar mikroökonomisch eine Ursache für die Höhe der Investition, makroökonomisch aber stets die Folge! von Investitionsentscheidungen. Der gesunde Menschenverstand erklärt sich das folgendermaßen: „Der Mensch denkt und Gott lenkt“! (Hört sich an wie ein Witz, ist aber keiner!)

      • @soffisticated
        Die Rückkoppelungsbedingungen für eine moderne, entwicklungsoffene Wirtschaft mit diversen Branchen, Geschäftsfeldern zu modellieren und zu quantifizieren ist eine interessante Vielfalt!
        Wie machst Du das als Banker, angelernter Fachspezialist oder Schätzer?😉

      • Vandermonde

        @soffisticated

        Ich denke, ich kann das soweit nachvollziehen. Es erklärt möglicherweise bis zu einem gewissen Grad auch den folgenden Artikel
        http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2014/01/ein-gescheitertes-geldpolitisches-experiment-ben-bernanke-geht-und-qe3-wird-beendet/

        „Was den Zentralbanken der Fed Kopfzerbrechen bereiten dürfte, ist der Umstand, dass sich eben die Zinsentwicklung der Kapitalmärkte in den USA bereits von der Geldpolitik abgekoppelt hat und sich auf den Kapitalmärkten die Zinsen seit achtzehn Monaten relativ stetig nach oben bewegen. „

      • @ Vandermonde

        Sehr guter Artikel wunderbarer Wortfluß und verständnis der Begriffe!
        J.Yellen hat S. Fischer an der Seite, wenn diese Keynesianer die Zinswende nicht schaffen, wer dann?

      • Aktuelles von der Bundesbank – Sektorenentwicklungseinschätzung ab Seite 7.
        http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2014/2014_02_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile
        Grundsätzliches zur nachhaltigen Lösung realer makroökonomischer Schuldenproblematik von Stephan Schulmeister.
        http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/ZinssatzInvestDynamikStaatsverschuldung.pdf
        Der Herdentrieb ist auch aktiv in Sachen verfassungsmäßige Wirtschaft-, Geld-, Währungspolitik.

      • @ soffisticated

        Ist der Zeithorizont ab 2016 für Kapitalverkehrskontrolle und Straffung der Kreditportfolioschaffung marktlich nachvollziehbar?
        http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/neue-kapitalregeln-fed-verschaerft-auflagen-fuer-auslandsbanken/9503444.html
        „…strengere Regeln für das Eigenkapital, die Liquidität und das Risikomanagement.“
        Lohnt sich die Lektüre im Original?
        hier die Pressemitteilung
        http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/bcreg/20140218a.htm
        Yellen und Fischer at work.

      • „The liquidity risk and risk-management standards in the regulation will be added to the final resolution plan and stress testing regulations that are already in place. In the coming months we will be considering final or proposed rules covering other elements of this set of enhanced prudential standards–including risk-based capital surcharges, a supplemental leverage ratio, minimum levels of long-term debt, and quantitative liquidity standards. “
        Tarullo in seinem Statement zu den 415 Seiten und den Final Rules und angekündigten weiteren umsetzenden Maßnahmen:
        http://www.federalreserve.gov/newsevents/press/bcreg/bcreg20140218a-tarullo-statement.htm
        Klingt nach Rückkehr, Wende zu den klassischen goldenen Bilanzierungsregeln .
        Hier das einstimmige Ergebnis im Board
        http://www.federalreserve.gov/aboutthefed/boardvotes.htm
        Transparenz nach US-Standard.

    • Sehr geehrter Herr Vandermonde,

      Das statistische Bundesamt weist für nicht-finanzielle Kapitalgesellschaften des Jahres 2012 Aktiva in der Höhe von 6024 Mrd. Euro aus, davon Geldvermögen in der Höhe von 2605 Mrd. Euro, dem ein Fremdkapital dieser Gesellschaften in der Höhe von 1937 Mrd. Euro gegenübersteht. Allein aus dieser Grössenordnung gewinnt man ein gutes Gefühl dafür wie unabhängig von der Kreditvergabe der Investitionsprozess bereits geworden ist. Gewiss, es mag kurz- und mittelfristige Kreditlinien für die Unternehmen geben, die in dieser Bilanz nicht aufscheinen, aber das Fremdkapital der nicht-finanziellen Unternehmen ist schon längst unter den Wert ihrer Geldvermögen gefallen. 1991 zum Beispiel war das Fremdkapital der nicht-finanziellen Unternehmen noch deutlich höher höher als ihre Geldvermögen.

      https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen/Vermoegensrechnung/VermoegensbilanzenPDF_5816103.pdf?__blob=publicationFile

      Alfred Felsberger

    • Man muss die mit immer höherer Schlagzahl auftretenden Bankenkrisen als Ausdruck der Tatsache werten, dass die Banken zunehmend von ihrem gesunden Geschäft – der Finanzierung der nicht-finanziellen Unternehmen – abgedrängt werden und sich in Betätigungsfeldern wiederfinden – wie der Finanzierung von Konsumentenkrediten, von privaten Immobilienkrediten, von Staatsschuld, von Auslandsschuld und so weiter -, die sie noch vor Jahrzehnten wie der Teufel das Weihwasser gemieden hätten. Man muss ferner die stets steigende Staatsschuld als Ausdruck dieser Hilflosigkeit des Bankensektors interpretieren lernen, der dort nicht mehr mitnaschen darf, wo er mitnaschen möchte. Die Unternehmen haben sich gegen die Bedrohungen des Kredits immunisiert und streben ein Dasein als Geldkapitalist respektive Gläubiger an, ganz genauso wie es Marx prophezeit hat. In diesem Umfeld könnte es leicht sein, dass wir alle vertrocknen während die Unternehmen ihren Finanzierungssaldo immer stärker ins Positive drehen bis sie sich eines Tages gänzlich entschulden. Gnade den Banken, wenn dieser Tag eintritt! Sie werden vollgestopft mit uneinbringlichen Krediten der Haushalte und des Auslands sein! Schlussendlich muss man diese Tendenz der Unternehmen, sich selbst zu entschulden, als den letzten Ausdruck ihrer unerschöpflichen Innovationskraft deuten – was immer das für die Menschen bedeuten möge.

      Alfred Felsberger

  5. Beispiel ausgegliederte Aufgabe Abwasserbeseitigung = kostenrechnende Einrichtung ohne Gewinnerzielung finanziert sich aus Krediten und Eigenkapital der öffentlichen Haushalte.
    Zahlt Fremdkapitalzins und Eigenkapitalzins (Ausgabe), was durch kalkulatorischen Mischzinssatz erfolgen kann (Einnahme).
    Einsatz für technische Anlagen und Ausstattungen, die in ihren Investitionszeitpunkten fast garnicht elastisch reagieren können, sondern von der Nutzungsdauer abhängig sind – es besteht going concern als Prinzip, denn die Scheisse muß weg solange die Einrichtung besteht.

    Da es sich um sehr langfristige Investitionen handelt, spielt die Fristenkongruenz eine entscheidende Rolle, um die Kosten der Finanzierung zu beeinflussen. Die Entscheidung Investition ja oder nein hingegen wird von anderen Bedingungen dominiert.
    Dies ist eine einzelwirtschaftliche Unternehmens-, Einrichtungspolitik, die aber makroökonomisch subventioniert, gefördert, gesteuert werden kann und sich „Volks-, Staatswirtschaftlich aggregiert.
    Ausserdem sind neue, höhere technische Standards entscheidungserheblich oder gemeinsame Nutzungen sowie Verfügbarkeiten sowie politischer Wille.

    Generell ohne Branchenspezifikationen durch Zinsen zu steuern ist empirisch messbar – berücksichtigt aber kaum Sondereinflüsse.

  6. Sehr geehrter Herr Menendez,

    Ich bin erstaunt, dass Sie sich gegen die Vorstellung einer gegebenen Gewinnsumme wehren. Ich kann nicht mehr tun, als mich zu wiederholen:

    1) (thesaurierter) Unternehmens-Gewinn plus (ausgeschütteter) Unternehmer-Haushalts-Gewinn = Gewinn

    woraus folgt:

    2) Unternehmens-Gewinn plus Unternehmer-Haushalts-Gewinn = Netto-Investition plus Unternehmer-Haushalts-Konsum minus Geldvermögensbildung der Arbeiter-Haushalte

    Nun schieben wir den Unternehmens-Haushalts-Gewinn (Ausschüttung) auf die rechte Seite:

    3) Unternehmens-Gewinn = Netto-Investition minus Unternehmer-Haushalts-Gewinn plus Unternehmer-Haushalts-Konsum minus Geldvermögensbildung der Arbeiter-Haushalte

    woraus folgt:

    4) Unternehmens-Gewinn = Netto-Investition minus Geldvermögensbildung der Unternehmer-Haushalte minus Geldvermögensbildung der Arbeiter-Haushalte

    und weiter:

    5) (thesaurierter) Unternehmens-Gewinn = Netto-Investition minus Geldvermögensbildung der Haushalte

    Da die Netto-Investition im Gleichgewicht der Geldvermögensbildung der Haushalte entspricht (I = S), gilt:

    (thesaurierter) Unternehmens-Gewinn = Null

    Mit anderen Worten: Der Gewinn hängt alleine von der Ausschüttung an die Haushalte ab, weil der thesaurierte Gewinn im Gleichgewicht Null ist. Die Unternehmen sind völlig neutrale Gebilde, die keinen thesaurierten Gewinn erzielen können, ohne dass sich eine Wirtschafteinheit über den Zuwachs der Netto-Investition hinaus verschuldet. Fordert man daher ein Verschuldungsgleichgewicht der Form: „Verschuldungszuwachs der Unternehmen = Netto-Investition“ dann ist Gewinn nur durch Ausschüttung an die Haushalte denkbar. Natürlich kann man endlos herumnörgerln, dass der „Verschuldungszuwachs der Unternehmen“ kleiner als die Netto-Investition sein könnte, weshalb sich zu jeder Zeit ein thesaurierter Gewinn einstellen kann, dies ändert jedoch nichts daran, dasss sich dieser EK-Zuwachs nur über Verschuldung einer anderen Wirtschafteinheit über die Netto-Investition hinaus bildet. Dies ist KEIN stabiler Zustand.

    Wenn man aber akzeptiert, dass die Gewinnsume vorgeschossen ist, dann ist sie auch gegeben. Sie ist – analog zur Lohnsumme – die erste Grösse, die in Bewegung gesetzt wird. Anders gesagt: Die Unternehmen bestimmen ihre Gewinnsumme selbst, indem sie sie an die Haushalte ausschüttten. Schütten Sie 1000 GE aus, ist die Gewinnsumme 1000 GE, schütten sie nichts aus, ist die Gewinnsumme Null. Die Profitrate erhält man dann dadurch, dass man die vorgeschossene Gewinnsumme durch die (jährlichen) Kosten dividiert.

    PS: Was mich manchmal verblufft: dass viele Ökonomen, die ja eigentlich gewohnt sind Unternehmen und Haushalte scharf voneinander zu trennen, diese Trennung genau dann nicht mehr aufrechtzuerhalten in der Lage sind, wenn es um die Gewinnsumme geht. Man erhält Applaus, wenn man sagt, die Lohnsumme sei vorgeschossen, oder die Zinssumme sei vorgeschossen, man erntet allerdings Kopfschütteln, wenn man zu behaupten wagt: die Gewinnsumme sei vorgeschossen. Letztendlich sind ALLE Einkommen der Haushalte vorgeschossen, weil nur zurückfliessen kann, was vorgeschossen ist.

    Mit freundlichem Gruss
    Alfred Felsberger

    • Hallo Herr Felsberger,

      ich weiß beim besten Willen nicht, wo ich über die Frage geschrieben haben soll, ob eine Gewinnsumme gegeben wäre oder nicht. Aber gut. Und die Ableitung der „Gewinnformel“ unter Berücksichtigung der Unternehmerhaushalte hat ja auch Lautenbach schon gemacht. Soweit nichts Neues.

      Den eigentlichen (Streit-) Punkt kann man damit aber auch nicht klären, weil eine zeitpunktbezogene Analyse keine Rückschlüsse auf die vor- und nachgelagerten Entwicklungen erlaubt. So krankt ja die Definition eines Gleichgewichts in der komparativ-statischen Analyse genau daran, daß eben die Anpassungsprozesse nicht modelliert werden und damit auch nicht diskutiert werden können. Das bekommt man nur dann hin, wenn man die Reaktionsfunktionen (in welcher Form auch immer) spezifiziert und sich daraus ein Gleichgewicht einstellt oder nicht.

      Ich vermute ja eher, daß Sie den thesaurierten Gewinn deswegen als Null ansehen wollen (müssen?), weil Sie keine Erklärung für das „Mehr-Geld“ haben (können) und daher zu diesem Schluß kommen. Der Grund dafür ist, daß es dieses „Mehr-Geld“ auch nicht gibt und von daher Gewinn als ein temporäres Umverteilungsphänomen gesehen werden muß, welches letzten Endes auch nur dann entstehen kann, wenn die Unternehmer-Haushalte ihren Gewinn auch wieder auf den Kopf hauen. Und genau das habe ich mit meinem Modell zeigen können, daß man der Gewinnfalle entgehen kann, wenn die Nachfrage gleichmäßig (hoch) bleibt.

      Was Sie vielleicht überdenken müßten ist, daß Ihre Formulierung, die Gewinnsumme sei „vorgeschossen“ so nicht verständlich ist. Sie ist es in dem Sinne, daß durch die zeitliche Differenz von Netto-Investition und Kredittilgung ein Zeitfenster existiert, in dem so etwas wie ein Gewinn entstehen kann, der (durch die Netto-Investition) „vorgeschossen“ wird – allerdings mit dem Umweg über den Umsatzprozeß. Vielleicht macht eine kleine Änderung der Bezeichnungsweise das Verständnis doch erheblich einfacher?

  7. Was den Begriff der Kosten betrifft, hat man stets nur die Wahl: zwischen einer einzelwirtschaftlichen Blendung und einer gesamtwirtschaftlichen Ableitung, die einzelwirtschaftliche Verflechtungen eliminiert. Anders gesagt: Die Investition ist bei gesamtwirtschaftlicher Betrachtung nun mal kein Kostenfaktor, sondern alleine: die Lohnsumme und die Abschreibungen. Ich verstehe Ihre Bedenken, dass die Abschreibungen eine höchst unerfreuliche Grösse sind, enthalten sie doch rechtliche Rahmenbedingungen genauso wie ausseroderdentliche und ordentliche Faktoren und – was Ihnen besonders gegen den Strich geht -: Technologie. Nur was soll man machen? Es ist nun mal so, würde ich sagen, und ich kann auch keinen Fehlschluss entdecken, zumal die Kalkulation unisono in Geldeinheiten erfolgt. Für meine unendlichen Querverweise zu Marx möchte ich mich entschuldigen – es bringt nur „Verwirrung“ in die Diskussion. Die Name „Marx“ ist auf ewig durch die Arbeitswertlehre diskreditiert. Da haben Sie recht.

    PS: Im übrigen ist es zweifelhaft, ob die Technologie tatsächlich einen grossen Einfluss auf die Abschreibungen hat. Ihr konstantes Wachstum über die letzten Jahrzehnte bei gleichzeitigem Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft lässt eigentlich das Gegenteil vermuten.

    Alfred Felsberger

  8. Das „Phantastische“ am Begriff der Marx`schen Profitrate ist ja gerade, dass er nur gesamtwirtschaftlich gilt. Würde ein einzelnes Unternehmen auf dieser Grundlage seine Profitrate kalkulieren, wäre sie falsch, weil die jährliche Brutto-Investitionssumme nicht mit der Abschreibungssumme übereinstimmt. Zu den einzelwirtschaftlichen Kosten zählt nun mal – neben der Lohnsumme und den Abschreibungen – auch die jährliche Netto-Investition, die aber gesamtwirtschaftlich betrachtet zum Teil des Gewinns wird. Deshalb sind auch ihre Vorschläge das Problem zu umgehen (indem man statt Abschreibungen den Posten „Kredittilgung“ setzt) aus meiner Sicht nicht praktikabel.

    Alfred Felsberger

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