Geld: der Saldenausgleichstandard von Geschäftsbanken

AlpenEs gibt ja immer wieder die Diskussion darüber, ob Banken „GELD AUS DEM NICHTS“ schaffen können oder nicht. Die Diskussion darüber ist meistens weniger durch Sachlichkeit, sondern durch apodiktische Rechthaberei geprägt. Und dennoch läßt sich sinnvoll der Versuch unternehmen, zu einer Klärung dieser geldtheoretisch interessanten Frage zu kommen.

Es ist ja inzwischen hinlänglich bekannt, daß es mindestens zwei Begriffsinhalte gibt, die den Terminus „Geld“ für sich beanspruchen, Banknoten einerseits und Guthaben/ Depositen andererseits. Da es die gibt ist es nicht zweckdienlich dem jeweils anderen den Gebrauch dieses Terminus irgendwie streitig zu machen, bloß weil das Gegenüber den eigenen Begriffsinhalt anders bezeichnen will. Es geht dabei auch nicht um richtig oder falsch, sondern um die Frage, was man gerade thematisch behandeln will. Denn rein sachlich gesehen dreht sich diese Geschichte darum, ob man eine Sichtforderung (Guthaben/ Depositum) gegen eine Bank bereits als Geld (im Sinne eines schuldbefreienden Zahlungsmittels) ansehen will oder nicht. Dabei wird von keiner Seite bestritten, daß Sichtforderungen und Banknoten völlig unterschiedliche Dinge sind. Es besteht auch Einigkeit darüber was M0 darstellt, was in Frage steht ist, ob der Begriff Geld in dieser Bedeutung (wie es auf M0 zutrifft) auch auf die Geldmenge M1 angewendet werden kann. Das Problem bei der Sache ist, daß M1 zwei Dinge enthält, die nicht so ohne weiteres identifiziert werden können, nämlich Banknoten/ ZB-Forderungen einerseits und Sichtforderungen gegen Geschäftsbanken andererseits. Das hat schon ein rein rechtliches Problem, denn Banknoten sind Sachen im Sinne des Sachenrechts, während Sichtforderungen eben halt Forderungen sind und als solche eine schuldrechtliche Bedeutung haben.

Diese Tatsachen kulminieren dann in der Frage, ob bei einer Überweisung lediglich die Sichtforderung des Überweisenden übertragen wird oder nicht. Man könnte spiegelbildlich auch sagen, daß es darum geht, daß die Bankverbindlichkeit übertragen wird oder nicht. Das kann man so sehen, soweit man den Forderungs-/ Schuldübertrag als schuldbefreiende Zahlung ansieht (was sie nicht ist). Man kann es auch so sehen, daß bei einer Überweisung die Verpflichtung der Bank / Forderung gegen die Bank erlischt und Geld (eine Sache) zu einer anderen Bank übertragen wird, wo dann – wegen dieser Geldübertragung – eine neue Forderung gegen die Bank / Verpflichtung der Bank etabliert wird. Wenn es also Geld im Sinne von M0 ist, welches zu übertragen ist, verliert natürlich eine Forderungs-/ Verbindlichkeitsposition ihren Geldcharakter und stellt sich als das heraus, was es ist: eine Forderung gegen bzw. eine Verpflichtung der Bank.

Der eigentliche Aufhänger ist jedoch immer wieder der, was damit gemeint ist, wenn es heißt: Banken schaffen „GELD AUS DEM NICHTS“. Da man davon ausgehen kann, daß die Existenz von M0 unstreitig ist, M0 aber nicht dasjenige ist, was die Banken als „Geld“ schaffen, muß dann wohl doch eine Erklärung dafür her, wozu dieses Zentralbankgeld denn eigentlich da ist. Denn das was die Banken an „Geld“ schaffen ist nicht das, was die Bankkunden aus dem Geldautomaten ziehen.

Die Frage, die dabei immer im Raum steht ist, wozu es eigentlich Zentralbankgeld gibt, denn ein Verrechnungssystem wie es aus dem „fei lun“ (Disclaimer: „Se non è vero, è ben trovato.“ ) bekannt ist, läßt sich ja auch allein durch die Banken bewerkstelligen. Aber aus irgendeinem verteufelten Grund gibt es auch noch die Frage, womit denn eigentlich Salden ausgeglichen werden, wenn es dazu kommt, daß sich Differenzen herausbilden, welche die Eigenschaft haben, sich nicht im Zeitablauf auszugleichen. Und das erfordert in Bezug auf moderne Bankensysteme die Antwort auf die Frage, warum Zentralbankgeld notwendig ist, weil auch ein Verrechnungssystem nicht darauf verzichten kann zu prüfen, ob die Verrechnungssalden „nachhaltig“ sind oder nicht. Ich gehe mal davon aus, daß dieser „Zahlungsausgleich“ im „fei lun“ System dadurch erfolgte, daß bei „zu großen“ Salden ein Übertrag in Rindern erfolgen mußte, genauso wie 1971 die Franzosen einen Saldenausgleich in dem definierten Saldenausgleichsmedium Gold verlangt haben, was ja dann zu der Aufhebung des offiziellen Goldstandards geführt hat – weil Bretton Woods, entgegen einer naiven Geldtheorie, einen Dollar-Standard und keinen Gold-Standard definiert hat.

Insofern ist es auch nicht erforderlich aus der Frage, wo Zentralbankgeld entsteht, ein Problem zu machen, sondern man muß sich fragen, warum es entstehen muß. Das WO ist einfach: es entsteht faktisch (hauptsächlich) bei der Kreditgewährung einer Zentralbank – Besicherungen hin oder her. Das WARUM? Banken brauchen Zentralbankgeld deswegen, weil sie Salden auszugleichen haben, von denen sie, bzw. die Gläubigerbank nicht erwarten, daß diese sich in absehbarer Zeit zurückbilden. Sobald das so ist – und jede Bank steht unter einem Druck ausreichende Zentralbankgeldbestände zu haben, um jederzeit einen Saldenausgleich vornehmen zu können, wird auch die Theorie, daß Banken „GELD AUS DEM NICHTS“ schaffen, hinfällig. Denn in letzter Konsequenz bleiben sie IMMER darauf angewiesen im Zweifelsfall über ein ausreichendes Volumen des Saldenausgleichsmediums Zentralbankgeld zu verfügen, um ihre Verbindlichkeiten ausgleichen zu können.

Und das ist die Antwort: die Funktion von Zentralbankgeld ist in einer Kontrollfunktion zu verorten, ob die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Ein- und Auszahlungen einer Bank den üblichen Bonitätsnormen des Bankensystems entspricht. Denn sobald Abweichungen entstehen werden üblicherweise sofort sämtliche Swing-Kreditlinen per sofort fällig gestellt, wo sich für die betroffene Bank erweist, daß das, was sie als „GELD AUS DEM NICHTS“ erschafft eben doch nicht das ist, was sie zur Begleichung ihrer Verbindlichkeiten nutzen kann – denn dann heißt es zahlen, und zwar in dem Saldenausgleichsstandard Zentralbankgeld. Es erweist sich somit, daß Zentralbankgeld dazu da ist, um die Kreditvergabepolitik der Banken qualitativ zu nivellieren und über diese Notwendigkeit zum Liquiditätsausgleich in Zentralbankgeld sich ein einheitliches Bonitätsniveau herausbildet, welches als eigentliches Ziel von Zentralbankpolitik gesehen werden muß.

Daß Zentralbankgeld auch noch für Zahlungen im privaten Bereich genutzt wird, ist eigentlich ein Anachonismus der Geschichte. Im Unterschied zu anderen ist dieser nicht schädlich!

50 Kommentare

Eingeordnet unter Geldtheorie, Wirtschaftstheorie

50 Antworten zu “Geld: der Saldenausgleichstandard von Geschäftsbanken

  1. Der Schlüssel zum Verstehen ist die „Kreditgewährung im Gleichschritt“ – auf einen Blick zeigt es Hans Gestrich (Neue Kreditpolitik, 1936) anhand stilisierter Bilanzbilder: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/b7/Kreditgew%C3%A4hrung_im_Gleichschritt_%28Bilanzbilder_durch_Hans_Gestrich%2C_1936%29.png

    • Ja, die Kreditgewährung im Gleichschritt ist gewissermaßen die Vorbedingung dafür, daß sich die Liquiditätslage innerhalb des Bankensystems nicht einseitig zugunsten der nicht kreditgebenden Banken verschiebt, weil diese zunächst mit einer Entspannung ihrer Liqiditätslage rechnen könnte. Und soweit wie die Ein- und Auszahlungswahrscheinlichkeiten konstant bleiben, ist für die Abwicklung dieser Zahlungen nicht wesentlich mehr Zentralbankgeld erforderlich als sonst.

      Das Problem entsteht ja gerade dadurch, daß jede kreditgebende Bank damit rechnen muß, daß – je nach Laufzeit des Kredits – wegen der Zahlungsverpflichtungen aus dem Kredit die von ihr zu zahlende Liquidität nicht in absehbarer Zeit wieder zu ihr zurückkehren muß und eine Nichtzahlung, d.h. ein Interbankenkredit, auch nicht über die Laufzeit Bestand haben muß, wenn die zunächst stundende Bank ihrerseits Liquidität benötigt.

      Wenn man so will ist die Gleichschrittigkeit die essentielle Vorbedingung dafür, daß man das Argument der Geldschöpfung aus dem Nichts halbwegs plausibel darstellen kann. Natürlich kann man solche Voraussetzungen konstruieren. Wenn aber wie in der Finanzkrise geschehen die Banken untereinander kaum noch Kredit vergeben wird der Liquiditätsbedarf sprunghaft ansteigen, weil der Nivellierungsmechanismus „Interbankenkredit“ nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung steht. Da ist dann ganz schnell Schluß mit der Geldeigenschaft des „Giral- oder Buchgeldes“!

      Banken können eben nicht davon ausgehen, daß sich die Realität stets auf den Mittelwert der Wahrscheinlichkeitsverteilung einstellt – was die Frage der ‚long tails‘ oder der „schwarzen Schwäne“ aufwirft. Insofern ist die Finanzkrise das Paradebeispiel dafür, was für desaströse Wirkungen ein Mangel an Liquidität (im Sinne von Basisgeld, M0) nach sich ziehen könnte…

      • Carlbrandner

        Mit der Bezeichnung „Geldschöpfung aus dem Nichts“ bin ich ohnehin nicht glücklich (offene Verbindlichkeiten sind ja nicht Nichts). Auf die „Kreditgewährung im Gleichschritt“ hinzuweisen war mir bez. der Salden wesentlich. Dass sich die Realität stets auf den Mittelwert der Wahrscheinlichkeitsverteilung einstellt, ist selbstverständlich unwahrscheinlich. So haben wir dann zwei Gruppen (kreditgewährender) Banken und das ist hinsichtlich Zahlungsbilanz und offener Volkswirtschaft dann wieder wesentlich (Zahlungsbilanzdefizite können dann eben nicht schöpfend finanziert werden) – einfach nur ein Input zugunsten des Transfers. Gutes Gelingen!

      • Vandermonde

        Ist das nicht widersprüchlich?

        Die Banken können nicht davon ausgehen, aber die Praxis zeigt, dass sie es trotzdem tun, auch wenn sie der krisenhafte „Tail“ irgendwann einholen möge.

        Insofern beschreibt ihr „Long Tails“ Verweis eigentlich einen Soll Zustand, eignet sich aber nicht zur Analyse des konkreten Ist Zustands (wie z.B. beim Thema der Giralgeldmenge vs. Zentralbankgeldbedarf)

      • Das ist nicht widersprüchlich, sondern eher eine Begründung dafür, weshalb es Zentralbanken geben muß, welche Liquidität nach Bedarf emittieren können. Der Widerspruch ergibt sich hierbei aus der Differenz von einzel- und gesamtwirtschaftlichem Denken: eine Bank kann natürlich nicht so agieren, als würde ihr jeden Moment der Himmel auf den Kopf fallen, auch wenn (die älteren) Bankiers noch wissen, daß das gelegentlich passiert. Die wissen aber auch, daß sie selbst dafür nicht verantwortlich sind, weil alleine aufgrund der divergierenden Fristigkeit von Krediten ein ‚credit crunch‘ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer wieder auftritt.

        Banken müssen so tun, als wäre die Welt in Ordnung, auch wenn sie wissen, daß gelegentlich die Kreditwelt verrückt spielt. Der Grund ist, daß sie nur für sich, aber nicht global (auf den gesamten Kreditsektor bezogen) „richtig“ handeln können, weil ihnen die dazu erforderlichen Informationen nicht zur Verfügung stehen – von den Fragen der Verarbeitungskapazität mal ganz abgesehen.

  2. Der (Aber-)Glaube an die Giral- und Buchgeldschöpfung ex nihilo ist so stark, dass wöchentlich neue populärwissenschaftliche Artikel sogar von auf Universitäten Lehrenden erscheinen:
    http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft

    Aufklärungsarbeit von nicht Mickey-Mouse Ökonomen wird zur Arbeit des Sisyphos,
    Ich weiß nicht genau welche Motivation dahinter steckt, dass der Mythos von der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken ex nihilo so viele Jünger findet. Es ist nicht einmal eine leistungslose für immer Wohlstand versprechende Paradies Verheißung! Die Abergläubigen haben hier nicht einmal direkte Vorteile durch ihren Kult, nicht einmal wenn sie zur Bank gingen und geschöpftes Geld aus dem Nichts auf Kredit einforderten.
    .
    Verstünde es zumindest eventuell, wenn die Anhänger dieser okkulten Bewegung wenigstens aus ihrem Aberglauben ableiteten, dass sie aufgrund der Geldschöpfung aus dem Nichts der Geschäftsbanken ergo als Steuerzahler NICHT für faule Kredite oder Abbaueinheiten (bad banks) mit rein negativen Bilanzen aufkommen müssten.
    Das tun sie aber nicht und trotzdem findet dieser Aberglaube massig neue Anhänger:

    • Der Begriff „Aberglaube“ ist vielleicht nicht ganz korrekt, denn soweit ich das einschätzen kann ist eine wesentliche Triebfeder der „Geldreformer“ bzw. deren Jüngern darin zu sehen, irgendwelchen dunklen Mächten durch eine „neue demokratische Ordnung bzw. Verfassung“ irgendwie Paroli zu bieten. Es ist wahrscheinlich eher diese Mischung aus Liberalismus und Revolution, die es den Predigern der „freien“ oder „demokratischen“ oder „zinsfreien Geldschöpfung“ so einfach macht eine Gemeinde heranzuziehen, die auf die Erfüllung der Erlösung wartet und natürlich keine Lust hat, sich auf den steinigen Weg der Erarbeitung der Grundlagen der Geldtheorie zu machen. Stattdessen werden solche Dinge wie die „Zinsknechtschaft“ oder der „Josephspfennig“ einfach geglaubt, ohne daß je eine Reflektion darüber stattfindet, ob dieses Mantra überhaupt einer sachgerechten Prüfung standhält – darauf kommt es ja auch bei „Befreiungsbewegungen“ grundsätzlich nicht an.

      Es erübrigt sich wohl darauf besonders hinzuweisen, daß diese „Erlösung“ sich niemals einstellen wird. Insofern teilt diese Bewegung das Schicksal der „Austrian-Jünger“, deren „Erlösung Goldwährung“ letztlich auch nur in der romantischen Suche nach irgendeinem „letzten Wert“ aus einer Zeit in der es angeblich noch „Werte“ gegeben hat, besteht, die weder so jemals existiert hat noch irgendwann sich einstellen wird. Schade, wo doch träumen so schön ist…

      • Der Weg war wahrlich steinig, bis ich hierher fand und voller Irrungen durch Recherchieren im Netz.
        noch immer ist meine Terminologie amateurhaft und ich vermische ab und zu Dinge.
        Um diese Odyssee durch Saldenmechanik, Zentralbankschuldgeld, Volkswirtschaftslehre, Zinstheorie, Wechselkurse u.s.w. für Nachfolgende zu vereinfachen, frage ich:
        „Gibt es ein Werk, dass jemand mit Abitur oder Fachhochschulbildung in anderen Disziplinen einen grundlegenden Einstieg mit Grundwissen und groben Überblick in Ökonomie vermittelt?“

        Ich konnte mir auch lineare Optimierung (Simplex) oder Differentialgleichungen oder Jus grundlegend aneignen.
        Nur bei der Ökonomie machte ich den Fehler und suchte gar nicht nach einem Standardlehrbuch für die ersten Semester. Daher die Frage!

      • Eines der am wenigsten schlechten! Lehrbücher ist die paradigmatische Einführung in die VWL von Heine/ Herr, obwohl die Botschaft des Buches auch auf 200 Seiten Platz gehabt hätte. Das Problem damit besteht daraus, daß die Autoren versuchen zwar die Eigenständigkeit des Geldes zu betonen, das aber versuchen, indem sie die Geldtheorie mit der Werttheorie „versöhnen“ wollen. Das macht den Nachteil des Buches aus. Immerhin wird dort eine gewisse Breite ökonomischen Denkens abgebildet, die nicht so schmalspurig ist, wie 99% der sonstigen fast ununterscheidbaren Machwerke.

        Wenn man gleich von der geldtheoretischen Seite eine Annäherung an das ökonomische Problem haben will, kann man sich die Volkswirtschaftliche Saldenmechanik von Stützel zulegen (ja tatsächlich zulegen) und am besten sofort vergessen, was andere über eben dieses Buch geschrieben haben. Die mangelhafte Ähnlichkeit mancher Rezeptionen über das Buch mit dem Inhalt des Buches wird einem unmittelbar nach den ersten Kapiteln bewußt. Allerdings sollte man auch hier diejenigen Konzepte kennen, die durch dieses Buch kritisiert werden, sonst wird das auch nichts.

      • Die „Austrian-Jünger“ haben es nach Deutschland geschafft: Ex-Nihilo

    • Vandermonde

      Es ist vielleicht auch eine Möglichkeit die beobachteten Widersprüche zu lösen, mit denen viele Menschen konfrontiert sind. Es gibt ja kein in sich (mehr oder weniger) schlüssiges, vollständiges, die Wirklichkeit beschreibendes, ökonomisches Modell.

      Und es bleibt ja trotzdem die Frage, in welchem Maße die Geschäftsbanken in ihrer giralen Kreditschöpfung eingeschränkt sind. (Der „Menéndez’sche“ Long Tail Verweis😉 bedeutet ja nicht, dass es sich im engeren Zeithorizont auch so verhält)

      • Die Geschäftsbanken verlangen seit Basel-III hohe Sicherheiten für die Gewährung von Krediten an kleine bis mittlere Unternehmen, siehe: http://derstandard.at/plink/1385168853520?_pid=34570679#pid34570679
        oder wir als Österreicher kennen das vom Staudinger, der obwohl er über Betriebsmittel verfügte und ein fertiges absetzbares Produkt hatte, keine Kredite mehr bekam.
        Normalerweise begründen die Banken ja den Zins damit, dass Zins zusätzlich zum Leitzins einen Risikoaufschlag für Kreditausfälle darstellt und wenn die Bonität geringer ist und der Kredit nicht vollständig besichert werden kann, dann wird der Zins als Kreditrisiko eben draufgeschlagen.

        Wir müssten auch keine Geschäftsbanken retten, wenn diese per Giralgeldschöpfung Kredite aus dem Nichts erzeugt hätten.

      • ??

        Geschäftsbanken müssen deswegen „gerettet“ werden, weil sie Kredite vergeben und damit Zahlungsverpflichtungen in Zentralbankgeld übernommen haben („Giralgeldschöpfung“), die nicht vollständig oder fristgerecht den erforderlichen Rückfluß an Zentralbankgeld gewährleisten. Das hat mit „Giralgeldschöpfung“ nichts zu tun.

        Noch mal: „Giralgeldschöpfung“ ist ein Synonym für „Vergabe von Kredit“. Ansonsten verbirgt sich dahinter NICHTS! (In Worten: NICHTS!)

      • Vandermonde

        @he23

        ich denke, das ist kein Widerspruch. Den ZBG Bedarf zu minimieren bedeutet ja nicht, dass keiner da wäre. Hat eine Bank ein Problem wird sie im Interbankenmarkt ebenfalls ein Problem haben und der Bedarf an ZBG wird sogar ansteigen.

        Solange sich die Bank nicht in einer Krisensituation befindet, bleibt der Anteil von ZBG für den Clearingbedarf allerdings gering. Insoweit stellt sich eben die Frage wieviel Kontrolle die ZB über die Kreditschöpfung aber tatsächlich hat.

        Deswegen auch der große Unterschied zwischen M0 und M1 (behaupte ich Mal einfach so und hoffe auf Widerspruch)

      • Die Prominenz von M1 ist dadurch begründet, daß die Ökonomen seit Jahrzehnten versuchen so etwas Ähnliches wie die „Geldnachfragefunktion“ zu ermitteln. Nur aus diesem Grund kann man die Zusammenfassung von Zentralbankgeld und Sichtforderungen einigermaßen plausibel begründen. Denn solange das Bankensystem nicht in eine Krise rutscht, kann man Sichtforderungen als „so gut wie“ Zentralbankgeld ansehen. Ohne diesen Bezug zu der (verzweifelten) Suche nach der „Geldnachfragefunktion“, kann man die Existenz von M1 – Mxyz nicht wirklich verstehen.

        Als Entität ist M1 deswegen nicht existent, weil sich M1 auf zwei verschiedene Sachverhalte bezieht, der „Begriff M1“ ist dagegen weit verbreitet und suggeriert dem „User“, daß er damit eine wohldefinierte Sache meint. Ob „falsch“ oder nicht hängt davon ab, in welchem Zusammenhang dieser Begriff verwendet wird. In geldtheoretischer Hinsicht ist er jedenfalls so gut wie unbrauchbar!

      • Die Banken sind in ihrer Fähigkeit Kredit zu vergeben („Giralgeldschöpfung“) dadurch beschränkt, daß sie für die selbst übernommenen Zahlungsverpflichtungen aus die entsprechenden Zahlungsmittel (Zentralbankgeld) auch zur Verfügung haben. Denn jeder, der ein Zahlungsversprechen eingeht ist verpflichtet, dieses in Zentralbankgeld zu erfüllen. Dabei ist es vergleichsweise egal, ob man nun argumentiert, daß jede einzelne Überweisung von Zentralbankgeld begleitet ist, oder ob es sich „nur“ um den Saldenausgleich am Tagesende handelt: selbst wenn man üblicherweise „nur“ mit 10% Zentralbankgeldbedarf rechnet, die man für den Saldenausgleich benötigt, ist ein jederzeit möglicher plötzlicher Anstieg auf 15% – und sei es auch nur für ein paar Wochen – eine ergebliche Belastung für das Liquiditätsmanagement und möglicherweise auch für die Bonität der Bank. Denn woher sollen andere Banken wissen, ob dieser Liquiditätsbedarf aufgrund von (zufällig auftretenden) Zahlungsmittelbedarfspitzen entstanden ist, oder sich doch ernsthafte Solvenzprobleme dahinter verbergen?

        Man darf es nie vergessen: Kredit einräumen („Giralgeldschöpfung“) heißt für die Bank erst einmal zahlen, zahlen, zahlen – denn dazu hat sie sich zunächst mal verpflichtet. Danach kommt dann das Prinzip Hoffnung, daß die geplanten Einzahlungen auch wie vorgesehen eingehen und sich der Liquiditätsplan („Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“) auch erwartungsgemäß einstellt. Der Punkt ist: man kann noch so viele schlaue Berechnungen darüber anstellen, wie sich die Liquidität entwickeln müßte, wenn die Wirtschaft sich anders entwickelt, als sie es den Prognosen zufolge müßte, werden sämtliche Pläne über den Haufen geworfen. Und gemessen daran, was die Zuverlässigkeit von Prognosen angeht, dürfte eher die Erwartung herrschen, daß immer wieder nachgebessert werden muß.

      • Nehme Bezug darauf, dass die Wirtschaftsprognosen nicht zutreffen.
        Geht mit einer stark abweichenden Prognose auch eine Änderung des Zentralbankzinses (Leitzins) einher (was durchaus dann häufig der Fall ist), werden ja auch die Zinsen der Kredite (außer bei Fixzinssatz) nachjustiert.

        Deswegen gibts ja auch Swaps, wo man fixe Zinssätze gegen Variable tauschen kann und sich gegen steigende Zinsen bei variablen Zinsen absichert. (Gegen fallende natürlich nicht, weil die ja zum Vorteil des Kreditnehmers sind)

        Aber ich möchte an dieser Stelle berechtigte Kritik an manchen Banken platzieren. KMUs bekommen keinen Überziehungsrahmen trotz Eigenkapital und Betriebsmittel und ich bekomme einen kleinen, aber ganz ohne Sicherheiten aus Sicht der Bank, den ich zu Carry-Trades verwende und die Bank weiß das auch. Ich bekomme den Kreditrahmen nur weil ich den vereinbarten Rahmen noch nie gesprengt hatte und auch nur minimal davon abwich und halt
        scheinbar super vertrauenswürdig wirke, weil ich einige Ökonomen kenne.

        P.S.: ich lasse trotzdem Kredite aus Prinzip nie ausfallen und hätte auch andere Werte um Ausfälle abzudecken, das weiß aber die Bank nicht.

  3. Frankie Bernankie

    @he23

    Wo es Glauben gibt , gibt es auch Aberglauben.

    • @Frankie Bernankie
      Der Großteil unseres Lebens besteht aus Glauben und Aberglauben leider. Irgendwelche Leute behaupten was (die Regierung, Industrielle, Aktivisten, …) und ihre Anhänger glauben das ohne es in der Regel zu verifizieren. Nicht einmal Plausibilitätschecks werden durchgeführt. Wer selbst wissenschaftliche oder Datenanalyse anfordert wird ignoriert.
      Begibt man sich selber auf den steinigen Pfad und recherchiert, wird man teilweise zensuriert.
      Es gibt heutzutage so viel Glauben und Aberglauben, dass es für eine aufgeklärte Gesellschaft zum Erschrecken ist.

  4. Pingback: GELD AUS DEM NICHTS: Der Saldenausgleichstandard von Geschäftsbanken

  5. Sehr geehrter Herr Menendez,

    Entstehen und Vergehen ist das Grundgesetz des Lebens, „das Sein west“ in der Zeit, hat es Heidegger in seiner unvergleichlichen Art gesagt. So turbulent das Geschehen im Bankensektor auch sein mag, so viele Zusammenlegungen, Zerschlagungen und Zusammenbrüche man auch beobachten mag, eines geschieht nicht: das Entstehen neuer Geschäftsbanken. Tochtergründungen bestehender Banken? Ja. Grenzüberschreitender Markteintritt? Ja. Fusionen? Ja. Aber Neugründungen, Heranwachsen von unten? Nein! Was soll man von einem Organismus halten aus dem heraus nichts mehr entsteht, der es allenfalls zu einem Wandel, zu einer Umgestaltung bestehender Teile, nicht aber zu einer Geburt bringt? Was ist das für Regulativ, das hier am Werk ist, das alle Konkurrenz verhindert im krassen Gegensatz zur Unternehmenswelt, wo „alles Ständische und Stehende verdampft“ (K.Marx) und Tag für Tag Neues das Licht der Welt erblickt? Man darf sich nicht täuschen lassen: Weit über die übliche Geschäftspraxis hinaus legt der Bankensektor ein Verhalten an den Tag, das physiologisch krank ist: Er wandelt sich, er verändert sich, er stirbt, aber er gebärt nicht!

    Ganz offensichtlich wirken hier Kräfte, die bestehende Institutionen schützen und neuen die Geburt versagen. Soll man einem Regulativ wie dem Geldmarkt oder dem Zentralbankengeld huldigen, wenn es das Grundgesetz des Lebens, das ewige Sterben und Werden, bricht? Ist es nicht Sklerose, Niedergang, Lebensschwäche, die der Physiologe hier beobachten muss? Und ist es nicht so, dass wir alle an dieser Lebensschwäche leiden? Wer wünscht sich nicht neue Banken, die aggressiv voranschreiten, die die eingebürgerte Praxis der Kreditvergabe unterbieten, die höhere Zinsen zahlen und Kunden akquirieren, die Konkurrenz in dieses Siechtum gealterter Institutionen bringen? Und überhaupt: Was ist das für eine Gesellschaft, die bedauert, dass eine Geschäftsbank nicht sterben kann („too big to fail“ – was für grässliches Wort!), aber keinen Gedanken daran verschwendet, dass das Gegenteil: die Geburt, schon seit Jahrzehnten nicht mehr stattfindet? Was man hier entdecken sollte, ist nicht das Wunderwerk eines Regulativs, sei es der Geldmarkt oder das Zentralbankengeld, sondern: die Krankheit eines Organismus.

    Halten wir die Tatsachen fest: Kein Entstehen neuer Banken, von Töchtern und Fusionen abgesehen, über Jahrzehnte hinweg. Festgefahrene Institutionen, die sich in der Mitte der Gesellschaft befinden, die sich vor Nichts fürchten müssen, vor keinem jugendlichen Ritter, der ihr die Braut streitig macht, ausser vor dem Tod. Die keine Angst kennen ausser die der Fäulnis des Kredits, die sich dem Neuen in den Weg stellen anstatt es zu fördern, die Altes bewahren anstatt es zu stossen, die verfaulten Kredit Richtung Zentralbank schieben um ihn am Leben zu halten. Ehe wir uns versehen, haben wir den Tod in unserer Mitte geboren: Das Absinken des Zinssatzes, das Siechtum, der Verlust an Vitalität. Eine ganze Gesellschaft beklatscht das traurige Schauspiel, als ob der niedrige Zins ein Prozess der Gesundung wäre und nicht der nahende Tod! Die Messlatte der Rentabilität, der Konkurrenz, wird nach unten geschraubt, genauso wie ein Athlet, der an einer gewissen Höhe scheitert und sich mit Niedrigerem begnügt. Man macht sich zum Sieger indem man sich herunterschraubt auf die Grösse eines Gnoms! Und wundert sich dann, dass die so geborenenen Investitionen verkrüppelt zur Welt kommen.

    Weit davon entfernt dieses Spektakel des Niedergangs in moralische Begriffe kleiden zu wollen, geht es letztendlich nur darum die vorhandenen zu hinterfragen: Der Geldmarkt als Regulativ? Ja, des Todes, der Nicht-Geburt, der Sterilität! Die Notenbank als Hüterin des Knappheitsmasses „Zentralbankengeld“? Nein, sie ist die Mutter seiner Vermehrung, seines Überschwangs! Denn wie anders sollte man das Verhalten beschreiben, dass jede gescheiterte Investition, jedes faule Papier seinen Weg zur Notenbank findet? Dass an diesem Ort alles, was im grossen Geschäftsleben schief gehen kann, in Geld übersetzt wird? Mit der typischen Maske der Stärke: Wir sind so enthaltsam, so stark, dass wir gar nicht stark handeln brauchen! Die Schwäche sonnt sich im Bild der Stärke, um ihr Dasein als Schwäche zu kaschieren. Was steckt dahinter? Hinter dieser nimmerendenden Geldflut? Die Unfähigkeit Schmerzen zu ertragen, Verluste zu nehmen, der Wirklichkeit, die Tragik heisst, ins Auge zu sehen! Wo man hinblickt: der Verlust an Vitalität, das Herunterschrauben der eigenen Messlatte, das Hochhalten von Idealen gepaart mit der Minimkry der Stärke, damit der Niedergang so richtig süsslich schmeckt!

    Nietzsche hat in seinem „Anti-Darwin“ beschrieben, wie Dekadenz sich naturgesetzlich durchsetzt: „Die Gattungen wachsen nicht in der Vollkommenheit: die Schwachen werden immer wieder über die Starken Herr, — das macht, sie sind die grosse Zahl, sie sind auch klüger … Darwin hat den Geist vergessen (— das ist englisch!), die Schwachen haben mehr Geist.“ Und was sehen wir auf der Ebene des Geldes? Dass die schwachen Staaten, die ihre Staatsschuld monetarisieren, damit Importe finanzieren, für ihr Verhalten auch noch belohnt werden, also tatsächlich mehr Geist haben: Die Gelder fliessen zu diesen Staaten zurück, verteuern ihre Vermögenswerte und machen das Land „reicher“ (Ach nur scheinbar, aber das genügt ja den Täuschern und Tarnern!), ihre Wechselkurse sinken und erhöhen ihre Konkurrenzfähigkeit, sodass sie bei nächster Gelegenheit Anlass finden sich noch schwächer zu fühlen. Was für lächerlicher Todeskampf im Namen der Logik: kränklicher als der Nachbar zu sein. Die Schwäche setzt sich durch, sie ist nicht nur erfolgreich, sie wird zum Weltprinzip! Ist der Kapitalismus gealtert oder das „kluge Tier“ Mensch? Nur ein Schelm, der diese Frage stellt!

    PS: Ich bin kein Nietzscheaner, ich hab`das nur mal geschrieben um die Dimensionen zu verdeutlichen, wo kritisches Denken heute vorstossen müsste. Das sich diese Art von Denken keine Freunde unter den Kränklichen macht, ob „links“ oder „rechts“, liegt auf der Hand. Mehr noch: Die Grösse des Hasses, die einem entgegenschlägt, ist der Massstab des Niedergangs.-)

    Mit freundlichem Gruss
    Alfred Felsberger

    • Carlbrandner

      @ Alfred Felsberger – da hat sich ein kleiner Denkfehler eingeschlichen – das ist anhand des Saldenausgleichs bald zu erkennen. Es sind nicht die schwachen Staaten, die die Importe monetarisieren (aufgrund permanent abfließender Liquidität ist das nicht möglich = negative Zahlungsbilanz). Im Jahresgutachten des Sachverständigenrats (1966) heisst es (Unter Ziffer 154): „Entscheidend für das Finanzierungsklima ist vielmehr selbst nach Auftreten noch so großer Defizite ausschließlich, ob und zu welchen Konditionen die Überschußbereiche bereit und in der Lage sind, die ihnen zuströmenden Mittel den Defizitbereichen wieder zur Verfügung zu stellen.

      • Sehr geehrter Herr Brandner,

        Das sehe ich nicht so. Das importierende Land muss, um Zahlungsmittel zu generieren, die zum Kauf der Waren im Ausland dienen, Schuldpapiere auf der Aktivaseite seines Bankensystems einstellen. Seien es Staats- oder Unternehmensanleihen, je nachdem wer den Import der Waren trägt. Es liegt also Bilanzverlängerung, Monetarisierung von Schuldpapieren vor, was nichts anderes heisst als: Geldschöpfung. Die solcherart abfliessenden Zahlungsmittel (sprich: Devisen) sammeln sich dann im Bankensystem des exportierenden Landes und werden dort, sofern sie an die Notenbank verkauft werden, wiederum in Geld übersetzt. Das war ja das klassische Problem der Deutschen Bundesbank in den 70er-Jahren, dass sie die sich sammelnden US-Devisen monetarisieren musste und somit keine Kontrolle mehr über die DM-Geldmenge hatte. Wir sehen also: Ein Ungleichgewicht im Aussenhandel führt zur Monetarisierung von Schuldpapieren im importierenden Land und von Devisen im exportierenden Land. Man kann`s auch so sagen: Die Welt ertrinkt im Geld.-)

        Mit freundlichem Gruss
        Alfred Felsberger

  6. Frankie Bernankie

    @Felsberger

    Ich stimme nicht zu, dass im Bankenumfeld nichts Neues entsteht. Das Neue, das ins Finanzierungsbusiness eintritt, heisst halt nicht mehr Bank, sondern Hedgefonds, Private Equity etc.

  7. Bruch vom Müller, Zonenrandgebiet

    Ich lese immer wieder gern. In der Regel zweimal im Jahr. Dass es mich immer nahe der fälligen Zeitumstellung zu Ihnen zieht, ist wohl eher Zufall. Es ist so spannend wie lohnend, auf den Augenblick zu warten, auf den Sie zielgerichtet hinführen, nämlich zur Feststellung, dass sich eine Sache als das herausstellt, was sie ist. Sie vermuten richtig; ich bin Laie und beschließe auch diesmal, es zu bleiben. Sie müssen sich deshalb nicht schuldig fühlen.

  8. Heinz

    In welchem Zusammenhang mit diesem Thema steht eigentlich der Mindestreservesatz der EZB?

    • Die Mindestreserve ist der inzwischen am meisten überschätzte geldpolitische Parameter, der aber immer noch in vielen Darstellungen sein Unwesen im Zusammenhang mit dem „Geldschöpfungsmultiplikator“ treibt.

      Es ist zwar richtig, daß das Mindestreservesoll einer Bank die wegen einer Überweisung 1000 € verliert um 10 € geringer wird (weil sie nun um 1000 € geringere mindestreservepflichtige Sichtverbindlichkeiten hat). Das heißt aber nicht, daß dadurch die Bank „10 € zurückbekommt“, weil auch das Mindestreservesoll ein Teil der Forderungen der Geschäftsbanken an die Zentralbank ausmacht. Man kann sich klarmachen, daß ein Mindestreservesoll eine Art „Mindestguthaben“ in variabler Höhe darstellt, über das (im Durchschnitt) nicht verfügt werden kann. Dennoch ist und bleibt dieses „Guthaben“ eine Forderung gegen die Zentralbank.

  9. Carlbrandner

    Sorry, dass ich schon wieder dazu anmerke – nur weil ich gerade bei der Hand habe (Keynes: Vom Gelde. 1930/32): S. 23:
    „Es ist uns nun klar geworden, daß nicht für die einzelnen Banken ein Zwang besteht, sich im Gleichschritt vorwärts zu bewegen, sondern daß auch die Gesamtheit der Banken in ihrer Bewegung gehemmt ist. Denn, gesetzt den Fall, die Banken insgesamt schaffen in einem solchen Ausmaß Depositen, daß dadurch eine zu große Verminderung der gesamten Reserven hervorgerufen wird, so werden einzelne Banken ihre Reservehaltung als unzureichend empfinden und werden nun gezwungen sein entgegengesetzte Maßnahmen zu ergreifen; wenn andererseits die gesamten Depositen unter dem durch den normalen Reservesatz vorgeschriebenen Stande liegen, so werden einige Banken ihre Reservehaltung als zu hoch empfinden, und dies wird sie dazu anregen in ihrer Depositenschaffung einen Schritt vorwärts zu gehen. Somit bestimmt die Gesamtmenge der vorhandenen Reserven das „Tempo“, in dem sich das Bankensystem als Ganzes bewegt.“

    • Dieses Zitat wird man unter dem Aspekt sehen müssen, daß seinerzeit Gold die „Reserve“ gewesen ist, die nicht beliebig vermehrt werden konnte. Insofern trifft diese Darstellung die Verhältnisse, die in einer Kreditgeldökonomie bestehen, nicht.

      Einschlägig in dieser Frage ist eher das Buch von L.A. Hahn „Volkswirtschaftliche Theorie des Bankkredits“ von 1920.

      „…offene Verbindlichkeiten sind ja nicht Nichts“ Richtig, es sind Schuldverhältnisse. Was man in der Geldtheorie nie vergessen darf ist, daß Schuldverhältnisse einen Erfüllungsgegenstand benötigen, durch den sie getilgt werden können. Und da gibt es eben den entscheidenden Unterschied: die Erfüllung der Zahlungsverpflichtung einer Zentralbank emittiert Banknoten, der Kredit einer Geschäftsbank nicht! Auch wenn das von den Buchungssätzen genauso aussieht: es ist eben nicht dasselbe!

  10. …..“ein rein rechtliches Problem, denn Banknoten sind Sachen im Sinne des Sachenrechts, während Sichtforderungen eben halt Forderungen sind“.
    Ich weiß jetzt nicht, ob Sie zu dem Artikel auch durch die Diskussion mit mir motiviert worden sind, aber egal. Jedenfalls sehe ich, genau wie Sie geschrieben haben (Zitat), gerade in den eindeutig unterscheidbaren und definierbaren rechtlichen Kategorien, unter die „Bar“geld (Besitz) und jegliche Art von Forderungen (Eigentum) fallen, auch die eindeutige Separierbarkeit zwischen Geld und Nichtgeld (bzw. geldwerten Forderungen) verortbar. Eine solche Gelddefinition ist meiner Überzeugung nach absolut dazu in der Lage, die Gelddiskussion insgesamt auf ein stabiles gedankliches wie sprachliches Fundament zu stellen und daraus eine stimmige Theorie abzuleiten.

    • Dieser Post war unmittelbar durch eine Diskussion mit Otmar Pregetter motiviert, der ja wie auch Hörmann seine Publicity daraus zieht, daß er Geld und Kredit verwechselt.

      Die „Eigentumstheorie des Geldes“ auf die Sie anspielen ist im Grunde auch nur eine Variante der „Werttheorie des Geldes“, womit sich diese „Geldtheorie“ unter die Normen des werttheoretischen Paradigmas fügt. Eine Eigenständigkeit der Geldtheorie ist damit nicht zu erhalten, denn die Bindung von Geld an das Eigentum des Gläubigers stellt immer die Frage nach der „Deckung“ des Geldes – also genau die Vorstellung, die das Desaster der Geldtheorie ausmacht. Das wurde jedoch bereits durchgekaut, so daß es kaum noch einen Sinn macht, diese Diskussion zu replizieren.

      • „Werttheoretisches Paradigma“, hört sich klug an.
        Nun, ob Geld etwas wert ist, oder nicht, mag von mir aus jeder für sich selbst entscheiden, nur in einem Punkt muß ich jetzt doch noch etwas bemerken, denn sie schreiben, in Bezug auf die „Eigentumstheorie des Geldes“: „die Bindung von Geld an das Eigentum des Gläubigers…“, und da verwechseln sie etwas. In der „Eigentumstheorie des Wirtschaftens“ von Heinsohn und Steiger wird allerdings genau dies behauptet, aber nicht von mir! Ich behaupte eine ursprüngliche Festlegeung des Geldwertes durch die im Kreditvertrag gestellten Sicherheiten des Schuldners.
        Generell bin ich, zugegebenermaßen, aber auch der Meinung, daß es sich kaum lohnt, eine Diskussion fortzuführen, wenn die Überzeugung, das Geld müßte von irgendwoher einen Wert haben, nicht vorhanden ist.
        Wie sollte es denn dann jemals entstanden sein?

      • Vandermonde

        @Striegel

        Ich denke, dass genau die beträchtlichen Schwierigkeiten einen allgemeinen Wertbegriff für Geld zu finden, zumindest darauf hindeuten, dass es eine solche einfache materiell definierte Abbildung nicht gibt.

        Genaugenommen gibt es das im materiellen Bereich ebenfalls nicht, da das „Wertempfinden“ eigentlich eine sehr subjektive und auch noch temporär abhängige Angelegenheit ist. Das sieht man auch an den gravierenden Vereinfachungen (e.g. Monotonie- und Ordnungsansätze), die für die Nutzentheorie gemacht wurden, um sie mathematisch einfach handhabbar zu machen, obwohl empirische Untersuchungen den Annahmen tw. stark widersprechen.

      • „…einen allgemeinen Wertbegriff für Geld zu finden…“

        Das ist genau die blaue Blume oder der heilige Gral der Ökonomie. Mit den blauen Blumen verhält es sich bloß leider so: solange man diese nicht gefunden hat, müssen genau die Anstrengungen, die bisher schon nicht zum Auffinden geführt haben noch weiter intensiviert werden, damit der Vorstellung genüge getan wird, daß ja die bisherige Suche nicht (ganz) erfolglos war. Das ist gewissermaßen die Veränderung erster Ordnung: ‚Plus ca change, plus c´est la meme chose‘!

        Die Erkenntnis von Geld ist nur unter Aufgabe des Wertbegriffes zu erreichen, aber leider sträubt sich das menschliche Gefühl gegen diesen Schritt aus dem Gefängnis der Imagination…

  11. Die Begeisterung für die Heinsohn/Steiger Eigentumstheorie scheint folgenden Grund zu haben:

    1. Person X kommt aus der Schule und hat ein „Besitz-Denken“, d.h. für ihn gibt da draußen „Dinge“, die man anfassen kann und die „besitzt“ jemand.

    2. Person X beschäftigt sich mit juristischen Grundlagen, z.B. durch das Buch „Lexikon der Rechtsirrtümer“ – Ralf Höcker. Person X merkt, dass über der Schicht der „Dinge“ (Besitz), noch eine juristische Schicht liegt (Eigentum). Erst diese ermöglicht es, sich vom „naiven“ Besitz-Begriff zu lösen.

    3. Ob der Begeisterung über diese Erkenntnis, wird der Eigentumsbegriff allen anderen Konzepten übergestülpt.

    4. Voila => Heinsohn/Steiger => Geld hat einen Wert weil es durch Eigentum besichert ist.

    Diese Theorie klingt einleuchtend, scheint mir aber trotzdem nicht der Kern des „Wesen des Geldes“ zu sein. Richtig scheint mir der Ansatz von Herrn Menéndez, den ich so zusammenzufassen würde:

    Geld hat einen „Wert“, weil es der dingliche Forderungsgegenstand eines Kredites ist. Oder, ohne den Begriff Wert: Geld hat eine (einzigartige) Funktion: Es dient als dinglicher Gegenstand, den wir brauchen, um unsere gegenseitigen Willenserklärungen (Kredite) auf einen bestimmten Gegenstand lauten zu lassen. Dieser Gegenstand ist Geld (=Zentralbankgeld).

    • Vandermonde

      Mir gefällt die ungeschmückte Definition von Graeber (Schulden: die ersten 5000 Jahre) besser: Geld ist die Recheneinheit für Forderungen – also so ähnlich wie SI Einheiten, wenn auch ohne zugrundeliegendes „Urmaß“ (das ja dann eine Art absoluter Wertbegriff darstellen würde).

  12. Andreas

    Ich bin jetzt ziemlich verwirrt … ich bin da als Laie wirklich noch am Anfang!
    Es ist hier so kompliziert dargestellt, dass ich das nicht alles wirklich verstehe.
    Richard Werner hat dazu folgendes gesagt, desgleichen Michael Kumhoff (IWF):
    „Zentralbankgeld macht nur etwa 3-5% der gesamten Geldmenge aus und das sind die im Umlauf befindlichen Banknoten. Den anderen Teil besorgen die Geschäftsbanken.
    Geschäftsbanken erzeugen über Bilanzverlängerung Giralgeld per Kreditvergabe (aus dem Nichts!!). Zur Zeit müssen 1% der Kreditsumme bei der ZB als Sicherheit hinterlegt werden.“ (sinngemäß)
    Als interessierter Laie sehe ich das (bisher) so:
    Giralgeld ist kein Zentralbankgeld, also kein gesetzliches Zahlungsmittel, auch wenn es natürlich faktisch als solches fungiert. Deshalb ist ja m.E. überhaupt nur gesetzlich möglich, dass dieses Giralgeld, wenn nötig, „enteignet“ wird. Zentralbankgeld wird dagegen erst dann wertlos, wenn es eine Währungsreform gibt, d.h. Staat und damit ZB sind pleite!

    Dieses (Giral-) Geld erhält seinen Wert erst dadurch, dass dem Kredit eine entsprechende Sicherheit gegenüber steht (z.B. Kredit für Hauskauf oder hoffentlich ein sicheres Einkommen).
    Die ZB´s derzeit machen nach meiner Einschätzung nichts anderes, als die faulen Bilanzen der Banken ein wenig zu weißen! Das bedeutet, sie nehmen die toxischen Papiere als Sicherheiten in ihre Bilanz – was zunächst KEIN Problem darstellt. Es wird dadurch kein zusätzliches Geld geschaffen, denn die Kredite, Giralgeld, sind ja bereits „draußen“ (Werner).
    Richard Werner hat das besonders für Japan nach 1945 (England (1914) und auch für die USA (2008)) untersucht. Die BoJ hat die Papiere zum Nominalwert aufgekauft. Die Bilanzen der Banken waren wieder „schön“ und die Kreditvergabe konnte wieder fort gesetzt werden (neben anderen Maßnahmen). Dazu hat man eine Kreditlenkung in produktive Investitionen betrieben. Das funktionierte auch ganz wunderbar wie wir alle wissen: „Die kaufen die ganze Welt auf …!“
    Das hat man in Japan in den 90er aber nicht gemacht. Für Werner ist das die Ursache für die lang anhaltende Deflation in Japan (sehr verkürzt dargestellt). Tatsächlich hat er herausgefunden, dass die BoJ im Auftrag der FED eine Kreditlenkung betrieben hat – in Immobilien (s. Princes of the Yen).
    Worauf ich hinaus will ist:
    Ist die Vorstellung von unserem Geldsystem tatsächlich so komplex? Oder ist es in Wirklichkeit, zumindest in ihrer Wirkungsweise, also empirisch, nicht relativ einfach? Ist es nicht doch so, dass das internationale Geldsystem in privater Hand ist (abgesehen von Sparkassen, etc. in DE)? Für Richard Werner steht fest, dass die BoJ eine Zweigstelle der FED ist. Warum sollte man Kriegsverlierer auch so leicht davon kommen lassen …?
    Ich bin Laie und bemühe mich, aber mir kommt das alles sehr „spanisch“ vor …
    Aber vielleicht bin ich auch auf dem völlig falschen Dampfer!
    LG Andreas

    • „…auch wenn es natürlich faktisch als solches fungiert.“

      Das ist ein Irrtum oder meinetwegen auch eine optische Täuschung. Richtig ist zwar, daß bei einer Überweisung erst Kunde A gegen Bank A eine Sichtforderung hat und nach einer Überweisung Kunde B bei Bank B eine Sichtforderung in Höhe des Überweisungsbetrages hat. Die Schuldbeziehung von Kunde A und Bank A hat aber rechtlich gesehen nichts mit der Schuldbeziehung von Kunde B und Bank B zu tun, es ist eher so, daß sie bei Partei A erlischt und bei Partei B entsteht.

      Warum entsteht sie? Weil Bank A zu Lasten von Kunde A Zentralbankgeld an Bank B zugunsten von Kunde B transferiert. Dieser Zentralbankgeldtransfer begründet, daß Bank B überhaupt gewillt ist Kunde B einen Herausgabe- bzw. Verfügungsanspruch zu gewähren, denn wenn Bank B das Herauszugebende (Zentralbankgeld) nicht von Bank A erhält wird sie niemals Kunde B irgendein Recht einräumen. Das ist so simpel wie einfach.

      Es gibt bloß leider Leute die davon rumschwafeln, daß irgendwelches „Giralgeld“ auch noch „umlaufen“ würde. Das ist noch nicht einmal juristisch haltbar, weil die Erfüllung von Schuldverträgen mit Verbindlichkeiten nun mal nicht geht. Das ist nichts weiter als elementares Vertragsrecht. Es ist übrigens nicht so, daß das alles so kompliziert wäre: im Weg steht üblicherweise das vermeintlich „gesicherte Wissen“, welches das Verständnis dieser Sachverhalte eigentlich nur behindert.

  13. „Werteempfinden ist sehr subjektiv und temporär“ stimmt meiner Meinung nicht ganz. Es gibt Angebote und Nachfragen von vielen Marktteilnehmern und damit werden intersubjektive Werte zwar nie objektiv, aber zumindest intersubjektiv bestimmt, wenn auch manchmal durchaus irrational.
    Wobei meiner Meinung wird mehr Subjektivität ganz einfach dann wahrscheinlicher, wenn es nur ein bestimmtes oder sehr wenige Angebote und gleichzeitig auch nur sehr begrenzte aber vorhandene Nachfrage gibt. Ein typisches Beispiel hier für ist der Kunstmarkt. Irgendwelche Bilder von zeitgenössischen Künstlern erzielen temporär irrsinnige Preise ohne dass ich dabei einen einzigartigen oder komplett neuen Kunststyl oder den Beginn einer neuen Kunstrichtung erkennen könnte. Die Leute, die dort ihr Geld wertbeständig anlegen wollen, sind meiner Meinung nach genauso vollkommen irre, wie die Spätmittelalterlichen Reliquiensammler. Die geben doch tatsächlich für 1 Kunstwerk mehr Geld aus als für eine italienische Insel oder ein ganzes mittelständisches Unternehmen.
    Mich interessiert wirklich, wieso Leute, die als Firmeninhaber gut und nachhaltig wirtschaften können, zeitgenössische Kunst für eine gute Anlageform halten. Das Zeug wird man ja später nie schnell zu einem passablen Preis mehr los. Da ist es besser Kunstwerke von unbekannten suizid anfälligen Künstlern zu kaufen, weil diese werden später mit etwas Risiko aber sehr geringem Einsatz viel mehr wert.

  14. genius1

    Die Auswirkungen des jetzigen Geldsystems:

    Geld exstiert zur Zeit nur, weil Banken dieses aus dem Nichts erschaffen und als Kredit vergeben. Bargeld kommt von der Bundesbank und wird den Banken als Kredit zur Verfügung gestellt. Als Sicherheit für das Bargeld übernimmt die Bundesbank Schuldverschreibungen (Vergebene Kredite) von den Banken.
    Diese Form der Geldschöpfung, um den allgemeinen Zahlungsverkehr (Tauschhandel) der Wirtschaftsbeteiligten zu ermöglichen und auch zu vereinfachen, hat sich auf der ganzen Welt Etabliert.
    Da bei der Kreditvergabe die Zinsleistungen von den Banken nicht miterschaffen worden sind, laufen die verschiedenen Verschwörungstheorien in der Welt um. Stichworte: Zinsanteile in den Preisen und der exponentielle Faktor im Geldsystem, bitte ergoogeln.
    Ob ein Unternehmer seine Neuinvestition mit einem Kredit oder mit Eigenmitteln finanziert, hat auf die Ermittlung der (zukünftigen) Preisgestaltung keinen Einfluss!
    Damit scheint es keine Zinsanteile oder einen exponentiellen Faktor zu geben, der durch die jetzige Geldschöpfung der Banken vorhanden wäre. Das Dem nicht ganz so ist werden wir noch herausfinden, auch wenn ich dazu einige Umwege gehen muss.

    Import / Export und zwei unterschiedliche Währungen, und deren Unvereinbarkeit.
    Gehen wir in der Zeit etwas zurück und nehmen Drachme und D-Mark. Um Import – und Exportgeschäfte zu vereinfachen haben beide Staaten (Deutschland und Griechenland) schon vorher Devisen getauscht.
    Der Griechische Unternehmer bezahlt seine Importe in Drachmen.
    Der Deutsche Unternehmer kassiert für seine Exporte D-Mark, weil Er mit Drachmen in Deutschland nix anfangen kann.
    Also besorgt sich der griechische Importeur D-Mark gegen Drachmen bei seiner Nationalbank, womit die Rechnung des Exporteurs bezahlt wird. Es kommt zu einem Devisenabfluss bei der Griechischen Nationalbank. Für die Griechische Nationalbank bleiben nicht viele Möglichkeiten, die abfliessenden D-Mark Konten aufzufüllen. Sie tauscht weiterhin Drachmen gegen D-Mark bei der Deutschen Bundesbank, oder versucht am freien Kapitalmarkt D-Mark zu tauschen, oder an D-Mark mittels Fremdwährungsanleihe zu kommen.
    Die Bundesbank wird nicht in unbegrenzter Höhe, Drachem gegen D-Mark tauschen! Da ist es praktisch, das ein Teil der Gelder (D-Mark), der privaten Altersvorsorge / Lebensversicherung usw., in internationalen Devisen (Drachmen usw.) angelegt werden kann. Und wenn der Griechische Staat keine D-Mark Gläubiger mehr findet und auch keiner der Gläubiger mehr die Griechische Drachme haben will, (Natürlich heute wie damals, von den Banken (CDS, Derivate und Co.) gegen Wärhrungsverlust und Zahlungsausfall abgesichert, wobei im Ernstfall die Deckungssummen niemals ausreichen werden!) gleichzeitig kommen auch andere anerkannte Fremdwährungen zur Kreditaufnahme zum Zuge.
    Der griechische Importeur wird seinen Gewinn machen, während der griechische Staat die Zinslast für zusätzliche Kreditaufnahme zu tragen hat. Investitionen (überwiegend durch Verkauf) von Ausländern in Griechenland führen kurzfristig zur Entlastung bei der Devisenbesorgung, aber langfristig zu erhöhtem Devisenbedarf seitens Griechenlands.
    Der deutsche Exporteur wird auch seinen Gewinn machen, während die Bundesbank fleissig Devisen ansammelt. Mit Devisen kann man Staatsschulden in D-Mark nicht verringern! Und wenn die Exportwirtschaft überwiegend in ausländischer Hand wäre, fliessen die Devisen auch noch langfristig woanders hin.
    Langfristig werden International ausgeglichene Handelsbeziehungen gebraucht, da Import – oder Exportüberschüsse keinerlei Vorteile für die Volkswirtschaften erbringen!
    Dann kam die Umstellung auf den Euro. Mit Vorteilen für Exporteure und Importeure wegen Kosteneinsparungen bei Devisenumrechnung und Kalkulation in den Verkaufspreisen. Und auch die Bundesbank hatte auf einmal, anstatt Drachmen, Peseten usw., zusätzliche Euros in ihren Bilanzen die nun auch in den Bundeshaushalt einfliessen konnten.
    Für das importlastige Griechenland erfolgte die Kreditaufnahme weniger in Devisen sondern in Euro, was natürlicherweise wesentlich einfacher ist, auch für die Anleger, Private, Vesicherer und den griechischen Banken (Ausweitung der Kreditlinien).
    Eine Volkswirtschaft braucht immer ausreichend reales Geld um den Binnenmarkt zu versorgen, ansonsten würde der Binnenmarkt kollabieren.
    Auch in Deutschland gibt es Import- und Exportgeschäfte zwischen den Bundesländern. Daher auch „Reiche“ und „Arme“ Bundesländer samt Länderfinanzausgleich. Ein Länderfinanzausgleich innerhalb eines Staates geht ja noch, aber einen Staatsfinanzausgleich zwischen den Eurostaaten auf Dauer?

    Wer Begreifen will, warum die jetzige Form der Geldschöpfung, welche ja immer Geld aus dem Nichts schafft, langfristig in den Untergang führt muss sich mit dem realem Geldvermögen beschäftigen.
    2013 betrug das Geldvermögen in Deutschland rund 5 Billionen Euro. Was Aktienvermögen mit Geldvermögen tun hat, oder wieviel von dem Geld bei Banken, in Firmen und nicht beim Privatvermögen schlummert, oder wieviel Schwarzgeld der Deutschen noch irgendwo existiert? Rund eine Billion Euro ist Angelegt bei Versicherungen und anderen für die Altersvorsorge.
    Das reale Geldvermögen einer Volkswirtschaft ist aber nur das von den Banken als Kredit vergebene Geld, samt Bargeldbeständen!
    Zur Vereinfachung gehen wir mal von 4 Billionen Euro Geldvermögen der Deutschen aus. 1 Billion davon ist aus Ersparnissen für die Altersvorsorge und weiteren Vorsorgemaßnahmen (neues Auto und ähnliches) angelegt. Existieren also 3 Billionen Euro als Kreditvergabe von den Banken, als reales Zahlungsmittel.

    Bevor ich Da weitermache meine Definition vom Markt:
    Noch genug Bedürfnisse von Menschen vorhanden und auch aussreichend Geld um diese zu Befriedigen, das ist der beste Markt von allen.
    Wenig Geld aber noch viele Bedürfnisse von Menschen, kein Wachstumsmarkt.
    Die meisten Bedürfnisse von Menschen sind befriedigt und noch aussreichend Geld vorhanden, auch kein Wachstumsmarkt.

    Nun wieder zurück zum Geld. Ereignisskette:
    Wirtschaftswachstum stockt. Kreditvergabe stockt, fällige Kredite werden nicht mehr ersetzt. Verschuldete Unternehmen müssen sich andere Gläubiger suchen oder gehen Pleite. Sparer ersezten die Kreditvergabe an Unternehmen oder auch nicht, um ihr „Geldvermögen“ zu vermehren. Das „reale Geld“, um die Bezahlvorgänge im Wirtschaftsgeschehen zu gewährleisten wird immer weniger. Spätestens dann müßten sich die Staaten bei den Banken verschulden, um das „reale Geld“ dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung zu stellen.
    Den exponentiellen Faktor im jetzigen Geldsystem finden Sie beim Sparen. Den Zinsfaktor in den Preisen indirekt, beim Kaufkraftverlust durch höhere Steuerbelastung seitens des Staates!

    Die erste Aufgabe besteht darin, das jetzige Wirtschaftssystem zu Stabilisieren und gleichzeitig mit der Reparatur zu beginnen.
    Innerhalb kürzester Zeit könnten, wenn die Politk sich dazu entscheidet, alle abhängig Beschäftigten Arbeitnehmer, Hartz IV Empfänger, und Renter über 10 % mehr reale Kaufkraft verfügen! Zur Finanzierung später mehr.
    Die Beiträge zur Rentenversicherung werden auf 15 %, die Beiträge zur Krankenversicherung auf 10 % gesenkt. Die Beiträge zur Pflegeversicherung eingefroren oder die Leistungen von der Krankenversicherung / Rentenversicherung übernommen. Es sind mehrere Konstellationen möglich. Allein diese Maßnahmen erhöhen die reale Massenkaufkraft. Lohnnebenkosten von Arbeitgebern werden dabei auch gesenkt und können teilweise zur Preissenkung, oder zur Erhöhung der Löhne verwendet werden. Machen wir uns nix vor, zur Gewinnsteigerung wird es auch kommen.
    Keine Probleme mehr bei der Finanzierung von Krankenkassenbeiträgen, da können auch die Leistungen von Hebammen übernommen werden und auch das Lohngefüge der abhängig Beschäftigten in diesem Arbeitsbereich, angehoben werden. Die privat Versicherten werden von der gesetzliche Krankenversicherung übernommen.
    Keine Probleme mehr bei der Finanzierung der Rentenversicherung, dann können auch alle vergangenen Kürzungen zurückgenommen werden. Die Pensionsleistungen von der Rentenversicherung übernommen werden. Die private Altersorge, bis zu bestimmenden Höchstbeträgen, von der Rentenversicherung übernommen werden. Auch die jetzige Altersarmut wird, soweit wie möglich, beseitigt.
    Die Arbeitslosigkeit dadurch beseitigt, das ältere Arbeitnehmer ohne Verlust bei der Berechnung Rentenhöhe eher in Rente gehen können. Die Rente wird voll besteuert, die Rentenhöhe auf mindestens 80 % oder höher, des durchschnittlichen Bruttoeinkommens angehoben. Notwendig wird eine neue Rentenformel, die nicht allein nach Beitragsjahren die Rentenhöhe bestimmt.
    Wir Diskutieren dann nicht über die Einführung eines Mindestlohns von 8,50 Euro sondern führen einen Mindestlohn von 12 Euro ein. Durch die relative Beseitigung der Arbeitslosigkeit, höhere Nachfrage wegen Steigerung der Massenkaufkraft wird es auch zu Verbesserungen bei den Tarifverhandlungen anderer abhängig Beschäftigter kommen.
    Der Staat selber kann dann seine Pensionsverpflichtungen abschreiben, seine Steuereinnahmen steigern, notwendige öffentliche Investitionen besser bewältigen und endlich real Schuldenabbau betreiben!
    Höhere Nachfrage, gleich höhere Investitionen und Beschäftigung bei den Unternehmen und gleichzeitig, Steigerung bei den Erlösen.
    Dieses und vieles mehr wird möglich sein, nicht alles auf einmal, aber sicherlich in wenigen Jahren.
    Zur Finanzierung, die mit weiterer Kreditaufnahme nicht möglich ist:
    Der Staat schöpft neben den Banken das Geld und finanziert damit, fehlende Beiträge in der Rentenversicherung, in der Krankenversicherung und oder Pflegeversicherung. Der Staat selber hat sich bei sparsamer Haushaltsführung nur über Steuern zu finanzieren. Da nun Niemand gerne Steuern bezahlt sollte das Argument, Staatsfinanzierung vom Tisch sein.
    ———————————————————
    Bei jeder Rückzahlung von Bankschulden verschwindet das von den Banken geschöpfte Geld. Klar ist, das dann die Vermögenserhaltung allein über Geldanlage per Kreditvergabe immer Unattraktiver wird. Daher auch die Überführung der privaten Altervorsorge in die gesetzliche Rentenversicherung. Gleiches gilt auch für die private Krankenversicherung, wo die Beitragsstabilität durch Geldanlage, nicht mehr Gewährleistet werden kann.
    Das vom Staat geschöpte Geld (Vollgeld) wird über die Einnahmen der Erbschaftsteuer wieder aus dem Geldkreislauf entfernt. Die Reichen werden auch weiterhin immer Reicher. Wenn Diese ihr Geld nicht mehr in der Realwirtschaft, wegen Unwirtschaftlicher Investition anlegen können, haben Sie die Möglichkeit, mit dem gespartem (angesammelten) Geld, ihre Erbschaftsteuer zu bezahlen. Was wegfällt, und darauf kommt es an, ist die Armut großer Bevölkerungsteile.
    ———————————————
    Diskussion erwünscht.

    • Das was werter Genius der khabbalistischen Sephirot oder eher dunkler Daemonen des Necronomikoms vorschlägt,
      1.) Ist rechtlich schwierig, weil man dazu alle Produkte im Bereich Lebensversicherung von Versicherungsgesellschaften zwangsauflösen müsste (womöglich gegen den Willen der Vertragspartner)
      2.) Erinnert an die Zeit der Gegenpäpste in Avignon, nur diesmal gibt es den Staat, der ebenfalls als 2. unabhängige Staatsbank neben den nationalen Notenbanken und der EZB die Lizenz zur Geldschöpfung hat.
      Wenn das vom Staat geschöpfte Geld ebenfalls € sein sollen, die aber nur eigenartig mit EZB und flexiblen Wechselkurssystem gekoppelt sind, wird das ebenso spannend werden, wie einst „sur le pont…“
      3.) Möge werter Genius mir das mit den Zahlen des kleineren Österreichs vorrechnen, die hier zur finden sind: http://www.statistik.gv.at
      z.B. http://www.statistik.gv.at/web_de/statistiken/oeffentliche_finanzen_und_steuern/steuerstatistiken/lohnsteuerstatistik/021847.html
      4.) The king is dead, long lives the king!
      Erbschaftssteuer wird schwer bei Körperschaften, Aktiengesellschaften, GmbHs, Stiftungen (also juristische Personen, gebilde und Strukturen, die überdauern sollen die Zeit und nicht an ein Menschenleben gebunden sind) einzuheben sein und betrifft daher nur private Vermögen.

    • @ genius1

      Ich habe zu dieser Thematik ähnliche Ansichten wie Sie, möchte aber die Entscheidung über die auf diese Weise geschöpfte Geldmenge bei der Zentralbank belassen (check and balances). Da Sie die Diskussion im Herdentrieb in den letzten Tagen sicherlich mit verfolgt haben, kennen Sie meine Ansichten hierzu. Wenn nicht, dann folgen Sie meinem Namen.

      • genius1

        Michel Stöcker, hab ich. Bin auf Zeit.de gespeert, ohne wirklich nachvollziehbarer Begründung. Ich muss verdammt Gefährlich sein für einige?

  15. genius1

    Sybillestoa, schön Das mal jemand mit mir Diskutiert.

    In einer Demokratie kann ich nur Vorschläge machen, und ich habe für viele Probleme mehrere Lösungen Parat, welches den richtigen Weg zu finden, nicht einfacher machen wird.

    Zu 1:
    Wenn ich mir so anschaue, wie die Leistungen der deutschen Rentenversicherung (rechtlich) immer weiter nach unten angepasst wird?
    Rechtliche Schwierigkeiten kenne ich Nicht!

    Lebensversicherungen, private Altervorsorge, Betriebsrenten , wo werden die Gelder dafür noch mal angelegt? Im wesentlichen in Schuldverschreibungen von Staaten, siehe Link:

    http://www.diebayerische.de/fragen_antworten/faq_finanzmarktkrise/auswirkungen_auf_lv.php

    Renditeversprechen und Ausfall von Schuldnern sind ein weiteres Problem.

    Vom Zwangsauflösen halte ich auch nichts, ist auch nicht notwendig. Schulden haben immer ein Fälligkeitsdatum. Abhängig vom Fälligkeitsdatum werden laufende Verträge bedient, Noch nicht fällige Verträge laufen, wie gehabt weiter, wobei auf Wunsch des Versicherungskunden, Beiträge die nicht die Mindestverzinsung am Kapitalmarkt erzielen können, in die gesetzliche Rentenversicherung überführt werden können oder anderweitig Angelegt werden.

    Ich hab hier einen Gordischen Knoten zu lösen, dazu gehört die Entschuldung auch für Griechenland (Das bekomme ich auch noch hin, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.) und anderer Staaten. Je weniger Schuldner, desto weniger ist Geld Wertaufbewahrungsmittel.

    Arbeitslosigkeit, aufgetreten durch den Umbau werden weitmöglichst Sozialverträglich in den Arbeitsmarkt anderweitig Intregiert. Die Renditen für die Versicherungswirtschaft werden zwangsläufig geringer Ausfallen.

    Zu 2:
    Ob die EZB oder die jeweiligen Nationalbanken die Aufgabe der Geldschöpfung seitens des Staates übernehmen ist einerlei. Wichtig ist, das die Geldschöpfung dem individuellen Anforderungen eines Staates entsprechen. Der ist für Griechenland anders als für Deutschland usw…!
    Wichtig ist, das Handelsungleichgewichte zwischen den Staaten abgebaut werden müssen. Das wird nicht von heute auf morgen geschehen. Was ganz schnell geschehen kann, ist die Steuervermeidungsstrategien von Einzelpersonen und Internatioanal tätigen Konzernen zu Unterbinden. Die Versorgung von Rohstoffarmen Staaten mit Rohstoffen fällt um so geringer aus, je höher das Recycling ist. Energieversorgung ist ungleich schwieriger, aber unter gewissen Voraussetzungen, International auch Lösbar.

    ZU 3:
    Wenn sich die Einkommensverhältnisse von Armen verbessert haben, verändern sich auch alle nachfolgenden wirtschaftlichen Verhaltensweisen von weiteren Wirtschaftsubjekten. Investitionstätigkeiten, Steueraufkommen, Einkaufverhalten, privater Schuldenabbau usw…!

    Vorrechen kann ich da Nix, aber Flexibel auf negative Entwicklungen im Wirtschaftsblauf von Staaten reagieren, das Geht.

    Zu 4:

    In Österreich gibt es seit dem 1. August 2008 keine Erbschafts – und Schenkungssteuer mehr! Also bleibt Österreich nichts anderes übrig, als diese Steuern, Verfassungskonform wieder einzuführen. Gilt auch für andere Staaten ohne diese Steuern, ansonsten ist die Geldschöpfung seitens der Staaten, unsinnig.

    Körperschaften, Aktiengesellschaften, GmbHs gehören privaten Personen, welche dann die Erbschaftsteuer bezahlen.

    Steuerlich sieht es bei der Stiftung in etwa So aus:

    http://www.rosepartner.de/rechtsberatung/unternehmensnachfolge-stiftung/familienstiftung.html

    Meines wissens finanzieren sich die meisten Stiftungen aus Anlagen in der Realwirtschaft. Firmenbesitz als Stiftungsvermögen, Waldwirtschaft, Wohnungsbau und ähnliches. Kapitalanlagen in Schuldverschreibungen findet man bei Stiftungen äussert selten.

    Einen dringlichen Handlungsbedarf darin erkenne ich noch nicht.

    • Also ich zahlte 1x brav Erbschaftssteuer, als sie in Österreich noch existierte und nicht gerade wenig. Allerdings bei Schenkungssteuer habe ich Einwände. Mein Ex-Frau wollte sich von mir scheidem lassen und uns gehörte eine gemeinsame Wohnung, auf die noch ein Genossenschafts- Restkredit von 10.000€ lief mit aktuellem Marktpreis von 180.000€, weil alle Deppen in der €-Krise, wie wild in Betongold gingen. Ich schenkte meiner Ex-Frau die Wohnung für sie und die Kinder zur Scheidung. Die Scheidung (einvernehmlich, ich lass doch keine gierigen Anwälte daran mitverdienen) kostete mich mit Gerichtsgebühren, Grundbuchänderungsgebühr und Grundbuchführungsgebühr zwischen 3.000 – 5.000€. Wäre jetzt noch Schenkungssteuer angefallen, hätten weder meine Ex noch ich in der Situation aufgrund nicht vorhandener Bonität einen Kredit bekommen und mit einer Hypothek wäre die Wohnung auch nicht belastbar gewesen, da im Grundbuch bereits der Genossenschaftsrestkredit exklusiv eingetragen war.
      Nicht, dass die Scheidung sowohl emotional als auch von den Kosten schon beschissen genug war, bei Schenkungssteuer wäre 10 Jahre Lebensarbeit von mir vernichtet worden, da für keditbelastete Wohnung im Notverkauf wenig bis keine Nachfrage vorhanden ist und die Wohnung verkauft werden müsste, wenn Schenkungssteuer zu zahlen gewesen wäre.

    • Jetzt stelle sich der Herr Genius vor, eine kleine Eigentumswohnung gehört dem Mann eines alten Arbeiterrentnerehepaars. Er stirbt und für die Witwe fallen noch höhere Gebühren an, da Beerdigung auch noch zu zahlen ist und ihr gar kein Teil der Wohnung im Gegensatz zu meiner Ex gehört hätte.
      Mit der Rente bekommt die Frau weder Kredit und muss wahrscheinlich durch Tod ihres Gatten eh bereits den Großteil der Ersparnisse aufgeben.
      So grausam kann doch kein Staat sein, dass er die arme Witwe in dieser Situation auch noch ihres Eigentums beraubt und quasi enteignet.

      • genius1

        he23 – Heinrich Elsigan

        Ich Merk schon, ich bin auf einem Österreichischem Blog gelandet. Macht aber nichts.

        Ich kenne im wesentlichen nur die Bedingungen in Deutschland.

        Ein Link zu diesen Steuern:

        http://www.steuertipps.de/lexikon/e/erbschaftsteuer-freibetrag

        Meist Leben verheiratete Menschen in einer Zugewinngemeinschaft zusammen.

        Links zum Thema:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Zugewinngemeinschaft

        http://www.recht-finanzen.de/contents/1138-gutergemeinschaft-das-vermogen-der-eheleute

        Ich kann ja nur meine individuelle Meinung zur Erbschaftsteuer schreiben, entscheiden sollten das in einer wahren Demokratie erst die Politiker, und dann Rechtskräftig durch Bestätigung (Umfrage) vom Souverän (Volk)!

        Ein Freibetrag von 1 Million Euro oder auch etwas mehr, sollte schon sein. Freibeträge für Schenkungen natürlich geringer und sollten nur in Geld erfolgen. Alles immer auch abhängig vom Verwandschaftsverhätnis.

        Dies und noch viel mehr ist nur möglich, wenn Staaten neben den Banken auch die Geldschöpfung betreiben, wie im ersten Kommentar beschrieben.

        Die Erbschaftsteuer ist eine Korrektur für sehr hohe Vermögen. Ohne diese Korrektur bricht jeder Staat irgendwann zusammen. Der Schlüssel ist immer das Geld, sollen die Reichen doch Geld sammeln bis zum erbrechen, der Staat ersetzt diesen Abfluss zu den Reichen, und sammelt Es über die Erbschaftsteuer wieder ein. Gut für die Realwirtschaft und Armut kann auch Verhindert werden!

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